28.08.2020 - 09:02 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Radtour der CSU Grafenwöhr: Müll sorgt für Ärger

Bei der CSU-Radtour besichtigt die Partei die Flutmulde in Gößenreuth und den neu gestalteten Pausenhof. Die Containerstellplätze sollen einhaust werden - diese bereiten Kopfzerbrechen.

"Kein schöner Anblick" : Gemeint sind nicht die Radfahrer der Grafenwöhrer CSU, sondern die Situation an den Containerstellplätzen. Ein Einfriedung soll die Orte zumindest optisch aufwerten.
von Stefan NeidlProfil

Schön sind sie wirklich nicht anzusehen, die Containerstellplätze für Papier, Altkleider, Dosen und Flaschen. Bei der CSU-Fahrradtour sah sich die Partei mit interessierten Bürgern exemplarisch den Sammelplatz in der Bahnhofssiedlung an. Die vier hellen Boxen für das Papier quollen bereits über. "Wie oft werden die überhaupt entleert?", fragte Anita Stauber.

Neben und hinter den Containern lag entsorgter Müll in Beuteln. Bürgermeister Edgar Knobloch fand dies unmöglich: "Vielleicht muss man wirklich drastische Strafen einführen - möglicherweise die einzige Methode, die hilft." Für Gerald Morgenstern war so ein Verhalten unverständlich: "Wir haben im Kreis mit der Abholung von blauer Tonne, gelbem Sack und dem Sperrmüll doch wirklich ein gutes Müllkonzept." Gelbe Säcke und blaue Tonne bekomme man kostenlos, merkte Anita Heßler an.

Nicht um die illegale Entsorgung zu verhindern, sondern um die Orte optisch aufzuwerten hat der Bauausschuss im Juli auf Antrag von Johannes Stauber entschieden, die Containerstellplätze einzuhausen. Dabei war ihm klar, dass dies den Missbrauch noch zusätzlich fördern könnte, schließlich sieht keiner von außen, was innen geschieht. Knobloch und Morgenstern diskutierten darüber, ob der Grenzwall direkt an den Containern abschließen sollte. "Besser nicht, sonst schmeißen die Leute ihre Sachen einfach drüber und man kommt gar nicht mehr ran", fand das Stadtoberhaupt.

Mehr zu den Containerstellplätzen

Grafenwöhr

Doch gab es auf der Radtour auch Erfreuliches zu besichtigen: Die frisch gemachte Flutmulde bei Gößenreuth soll mögliches Hochwasser im Dorf verhindern. Der neu gestaltete Pausenhof der Schule ist nach der Meinung der Fraktion echt gelungen. Wie vorher waren Straßen und Wege eingezeichnet, um den Umgang im Straßenverkehr zu üben. Selbst jetzt in den Ferien waren Kinder zum spielen da.

Die CSUler erklommen auch den Hügel zwischen unterem und oberem Pausenhof. Vor dessen Entstehung war überlegt worden, gleich Wege anzulegen. Knobloch riet davon ab: Er war überzeugt, die Kinder würden sich ihre Wege selbst suchen und festtreten. Er sollte Recht behalten, gibt es doch mittlerweile klare Trampelpfade zur Spitze und um den Berg herum. Diese wurden nun mit Hackschnitzel und Kunststoffgitter ausgelegt, damit die spielenden Kinder nicht zu sehr verdrecken. "Es bleibt aber ein Ranger zum Rackern," bemerkt Knobloch scherzhaft. Ganz oben angekommen wünschte sich Peter Lippiotta ein Gipfelkreuz für den "Mount Grafenwöhr" - ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag.

Bürgermeister Edgar Knobloch (links) erklärt die bei Gößenreuth angelegte Flutmulde.
Die Grafenwöhrer CSUler sehen sich den "Mount Grafenwöhr" an, wie ihn Peter Lippiotta bezeichnet. Dieser ist nun tritt- und schlammfest gemacht worden.

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