14.07.2019 - 11:03 Uhr
Gumpen bei FalkenbergOberpfalz

Auf Kunst folgt Wirtschaft

Alle Jahre wieder wählt der Rotary-Club Stiftland einen neuen Präsidenten. Am Samstag gab der Künstler Jeff Beer sein Amt an den Geschäftsführer der IGZ, Wolfgang Gropengießer, ab.

Jeff Beer übergab an Wolfgang Gropengießer (von links) den Stab und die Kerze und wünschte ihm ein erfolgreiches Rotary-Jahr.
von Ulla Britta BaumerProfil

Stab und Kerze sind Symbole, die in Äthiopien den Familienvater charakterisieren. Der Rotary-Club Stiftland hat diese Symbolik für den Wechsel des Präsidenten übernommen. Am Samstagabend gab Jeff Beer beide Insignien an Wolfgang Gropengießer weiter.

Der Künstler begrüßte auf seinem Bauernhof nahezu 90 Gäste, darunter Freunde aus den Rotary-Clubs Eger, Weiden und Salzburg. Das Amt als Präsident sei anspruchsvoller gewesen, als er gedacht habe. „Was auch daran lag, dass wir in diesem Jahr die 25-Jahr-Feier hatten“, sagte Jeff Beer.

In seinem Rückblick sprach er unter anderem eine erste Herausforderung beim sensiblen Thema des Clublokal-Wechsels vom Gründungslokal in Waldsassen zur Burg Falkenberg an. Hier habe er sich eine salomonische Lösung erhofft. Nun seien die Treffen einmal monatlich in Waldsassen und dreimal in Falkenberg. Bei der Feier des 25. Jubiläums im Bibliothekssaal habe herzliche Stimmung geherrscht. Alles sei sehr harmonisch verlaufen, obwohl Gründungsmitglied Wolfgang Ries seine Festrede am gleichen Tag habe absagen müssen. Beer bedankte sich bei Klaus Kupke und Bertold von Lindenfels, die dieses Manko mit einer improvisierten Rede fabelhaft ausgeglichen hätten.

Zum Festabend mit der „Altneihauser Feierwehrkapell’n“ in der Glashütte Lamberts informierte Beer darüber, dass der District Governor wegen der geistreichen, wenn auch gewohnt bissigen Rede von Norbert Neugirg reichlich verstimmt das Fest verlassen habe. Danach sei ein Schreiben des Governors gekommen, der sich sehr über diesen Festbeitrag echauffiert habe. Beer erklärte, er habe dann versucht, diesen Konflikt mit mehrfachen Telefonaten und persönlichen Gesprächen aus der Welt zu schaffen.

Eine Freude sei es ihm gewesen, die gelungene Clubreise nach Petersburg zu organisieren. Beer bedankte sich bei den Mitgliedern für die Unterstützung bei allen Aktivitäten. Dann überreichte er Stab und Kerze an Wolfgang Gropengießer. Das Amt als Rotary-Präsident stelle an ihn eine neue Herausforderung neben den beruflichen und privaten Verpflichtungen, sagte der IGZ-Geschäftsführer: „Doch das wird mir eine Freude sein.“

Im 26. Clubjahr habe er als Motto „Offen für Tradition und Innovation“ gewählt. Während der Präsidentschaft von Jeff Beer sei das Jahr von der Kunst inspiriert worden, nun komme mit ihm ein „Wirtschaftsjahr“, er lebe in der digitalen Welt der Bits und Bytes. Umso mehr genieße er die Clubtreffen und Veranstaltungen, wo er sich bei den Freunden völlig entspannen könne, sagte der IGZ-Geschäftsführer.

Als neuen Programmpunkt im Jahr 2019/20 nannte er das Mitte September stattfindende Golfturnier, bei dem Nicht-Golfer einen Schnupperkurs absolvieren könnten. Es werde Vorträge und Filmabende geben, unter anderem über das Äthiopien-Projekt. Zum neuen zentralen Thema erklärte Gropengießer die Suchtprävention im grenznahen Raum. Weiter vom Club unterstützt würden selbstverständlich die Mitterteicher Tafel und das Jugendmedienzentrum T1 Tannenlohe. Es werde ein Treffen mit den Rotariern aus Salzburg geben. Über das nächste Reiseziel sei bereits nachgedacht worden. Nach dem offiziellen Teil feierten die Clubmitglieder ihren neuen Präsidenten noch ausgiebig mit kulinarischen Leckerbissen und Musik von der „Falkenberger Karpfenmusik“.

Der Vorstand des Rotary-Clubs Stiftland (von links) Peter Andritzky, Johanna Zintl, Peter Brückner, Elvira Leonhart-Heinrich, Christian Schönberger, Jeff Beer, Bertold von Lindenfels, Uschi Huber, Thomas Franz, Michael Pappenberger, Hubert Rustler und Hans-Jörg Schön gratulierte Wolfgang Gropengießer (Mitte mit Stab) herzlich zur Präsidentenwahl.
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