Hahnbach
27.12.2022 - 17:37 Uhr

Ambergerin bekommt Ärger, weil sie Polizisten gefilmt hat

Polizisten im Einsatz heimlich filmen: Das ist nicht erlaubt. Eine Ambergerin (42) bekommt aber nicht nur deshalb Ärger.

Ursprünglich ging es um einen Streit, doch jetzt ermittelt die Polizei wegen etwas anderes gegen eine Ambergerin: Sie hat eine Streife im Einsatz gefilmt. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ursprünglich ging es um einen Streit, doch jetzt ermittelt die Polizei wegen etwas anderes gegen eine Ambergerin: Sie hat eine Streife im Einsatz gefilmt.

Auslöser für alles war ein "Streit unter Freunden", das berichtet die Sulzbach-Rosenberger Polizei. Unbeteiligte hatten sie am Zweiten Weihnachtsfeiertag verständigt, weil sich in einem Haus in Hahnbach eine Ambergerin (42) und der Hauseigentümer (67) heftig in die Haare gerieten waren. Die Frau hielt sich mit vier weiteren, laut Polizei "amtsbekannten Personen" in dem Gebäude auf, als eine Streife vorbei kam, um die Sache zu klären. "Was der genaue Auslöser der Streitigkeit dann war, wollte allerdings niemand mehr so recht wissen", heißt es im Polizeibericht.

Den Polizisten fiel auf, dass es stark nach Cannabis roch. Nach einer kurzen Befragung übergab die Ambergerin der Streife etwa fünf Gramm dieser Droge. Und musste dann auch ihr Mobiltelefon abgeben: Die Polizisten beschlagnahmten das Gerät. Sie stellten fest, dass die Frau sie damit während des Einsatze gefilmt hatte, was nicht erlaubt ist. Nun wird gegen die 42-Jährige nicht nur wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt, sondern auch wegen der "Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes": So heißt der Straftatbestand des unerlaubten Filmens im entsprechenden Gesetzestext.

 
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