08.11.2018 - 17:36 Uhr
HahnbachOberpfalz

Ein Gebäude mit zwei Gesichtern

Hahnbach bekommt eine neue Gemeindebücherei. Das Gebäude zeigt sich auf der einen Seite historisch, auf der anderen modern.

Bei weiterem Baufortschritt ist das Richtfest für die neue Gemeindebücherei Ende November geplant.
von Josef IbererProfil

Für die Sanierung des Anwesens Hauptstraße 84 zur Gemeindebücherei stellte der Architekt gestalterische Details für Fassaden und Innenbereich vor. Die aufwendig erhaltene Westfassade soll aus denkmalschützerischer Sicht mit Holzfenstern aus Eiche gestaltet werden. An der Ostseite des Gebäudes wurden Kunststofffenster empfohlen, da diese dem modernen Bild der Fassade Rechnung tragen.

Hinsichtlich der farblichen Gestaltung will sich das Gremium an der Farbstruktur der Gebäude in der Hauptstraße orientieren. Für den Innenbereich ist wegen der geringen Raumhöhe der Einbau einer Akustikdecke erforderlich. Diese könne mit einem besonderen Effekt und ohne größeren finanziellen Aufwand gestaltet werden. Als Bodenbelag wurde für das Erdgeschoss ein Vinylboden in Holzoptik am sinnvollsten dargestellt; für das Obergeschoss - wegen der deutlich geringeren Belastung - ein Teppichbodenbelag in Kugelgarnausführung. Für die übrigen Bereiche wie Eingang, Treppenhaus, Küche und Sanitäranlagen regte Brummer Fliesen in Betonoptik an. Die Gestaltung der Innenwände der Bücherei soll sich nach der Möblierung ausrichten. Das Gremium sprach sich grundsätzlich für die vorgestellten Vorschläge aus.

Baugebiet auf Zielgerade

Auf die Zielgerade geht es mit der Planung der Baugebiete Hahnbach-West IV und Hahnbach-West V. In der Sitzung des Marktgemeinderates sind für den Bebauungs- und Grünordnungsplan insgesamt 27 Stellungnahmen von Fachstellen abzuarbeiten. Innerhalb der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden Bedenken wegen des neuen Geh- und Radweges östlich der Frohnbergstraße geäußert. Wegen der vielen unübersichtlichen Grundstückseinfahrten der angrenzenden Gewerbebetriebe und der zu erwarteten Erhöhung des Verkehrsaufkommens sei die Sicherheit der Radfahrer gefährdet. Um Lärm zu vermeiden wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung gewünscht. Für eine Temporeduzierung sollen zwei Querungshilfen sorgen.

Zur Abgrenzung des Baugebiets im Süden hielt Architekt Wolfgang Brummer die Beibehaltung des Häusertyps E+DG für fachgerecht, da dieser sich am Besten in die Natur und Umgebung einfügt. Die CSU-Fraktion sprach sich für den Haustyp E+1 aus. Hingegen befürworteten die Freien Wähler den traditionellen Baustil E+DG. Seitens der SPD sollte jeder in der Fraktion seine eigene Meinung in die Beschlussfassung einfließen lassen. Mit 9:7 Stimmen wurde die Beibehaltung des Haustyps E+DG beschlossen.

Krippenplätze fehlen

Bei der Bedarfsermittlung von benötigten Plätzen in den Kindertageseinrichtungen zeichne sich vor allem bei den Krippen eine Unterdeckung ab. Die aktuellen Geburtenzahlen und die anstehende Baugebietserweiterung seien Beleg für die zunehmende Platznachfrage. Als kurzfristige Lösung wurde in Süß die Anzahl vorübergehend auf 17 erhöht. Langfristig sollen zusätzliche Krippengruppen gebildet werden. Aufgrund der vorliegenden Fakten und Prognostizierung wurde vom Marktgemeinderat der Bedarf von 24 zusätzlichen Krippenplätzen anerkannt.

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