Hahnbach
12.08.2026 - 21:43 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst auf dem Frohnberg bei Hahnbach gut besucht

Fröhlich nach dem Vorbild Don Boscos verlief der Wortgottesdienst am Vormittag. Am ökumenischen Abend zog die evangelische Dekanin Ulrike Dittmar Parallelen zur Zeit Bonhoeffers mit derzeit aufziehenden dunklen Bedrohungen der Demokratie.

Großes Interesse am Wortgottesdienst für Kinder zeigten auch heuer Hunderte von Besuchern mit Begleitung auf dem Frohnberg. Am Mittwochvormittag wurden sie von Pfarrer Michael Birner und Pfarrvikar Christian Preitschaft am Freialtar begrüßt.

Die siebenköpfige Jugendgruppe „Klang und Halleluja“ unter Benjamin Klier begleitete die gute halbe Stunde stimmig. Die Frauen des Familiengottesdienstteams leiteten mit Gesten zu kindgerechten Liedern an und erklärten Don Boscos Werdegang. Kinder zeigten, wie der Jugendseelsorger klug mit Kunststücken zu Gott führte und bei jedem Talente zu entdecken wusste.

Seinen bekanntesten Satz „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ unterstrich ein einfaches Spielplatzbeispiel. Fröhliche Zurufe zu den von Gottesdienstbesuchern weitergeworfenen Bällen mit Aufklebern wie Liebe, Freundschaft, Freude, Freundlichkeit unterstrichen mögliche Umsetzungen im Alltag. Fürbitten der Kinder und die Symbolik der Seifenblasen, die am Ende noch verschenkt wurden, rundeten den Gottesdienst ab.

Gut besucht am Abend war auch der ökumenische Wortgottesdienst mit der evangelischen Dekanin Ulrike Dittmar, Pfarrer Michael Birner und Diakon Dieter Gerstacker. Der große Posaunenchor Rosenberg-Poppenricht unter Kurt Lehnerer begleitete souverän. Diakon Dieter Gerstacker eröffnete mit „Dietrich Bonhoeffer wollte nie ein Heiliger werden, lebte aber wie ein Heiliger“. In ihrer Predigt zeigte die Dekanin das Glaubenszeugnis Bonhoeffers auf. Dieser sei überzeugt gewesen, dass „Gott nicht alle Wünsche, aber alle seine Verheißungen erfüllt“.

Der weltoffene Familienmensch war lebenslang im ökumenischen Austausch, betonte sie. Auch dies habe ihn zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus geführt, schließlich zur Verhaftung und Ermordung 1945 in Flossenbürg mit 39 Jahren. Die Dekanin zog Parallelen zu unseren Tagen und appellierte: „Widersteht den Verführern, lebt das Evangelium und seid Menschen!“

Diakon Gerstacker erklärte, dass die Kollekte für den Förderverein für Notfallseelsorge und den Kriseninterventionsdienst bestimmt ist. Der abschließende Dank galt auch den Lektoren.

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