24.09.2020 - 11:27 Uhr
Oberpfalz

Hausarbeit macht glücklich

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Nur zu oft schieben wir lästige Hausarbeiten vor uns her. Dabei sollten wir uns darauf freuen, meint die OWZ-Glücksexpertin. Denn Putzen, Aufräumen oder Bügeln können tatsächlich glücklich machen.

Wissenschaftliche Studien belegen: Hausarbeit wirkt sich positiv auf die Psyche aus.
von Autor EWAProfil

Aufräumen, Putzen, Staubsaugen und Bügeln gehören bestimmt nicht zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. Nicht selten schieben wir diese lästigen Hausarbeiten vor uns her und finden nur zu gerne Ausreden, warum wir sie erst am nächsten Tag erledigen können. Es wird Zeit, unsere Einstellung zu ändern und uns künftig auf diese Tätigkeiten zu freuen. Denn mit dem Schrubber durch das Haus zu wirbeln oder Ordnung in Regale und Schränke zu bringen, das kann uns sogar richtig glücklich machen.

Ja, Sie haben schon richtig gelesen. Eine Studie der Universität London beweist: Hausarbeit wirkt sich positiv auf die Psyche aus. Schon 20 Minuten intensiven Putzens in der Woche sind äußerst wirksam gegen Depressionen.

Und das ist längst nicht alles: Staubsaugen, Schrubben und Wischen hat offenbar eine ähnliche Wirkung auf unseren Körper wie Sport und hilft weiterhin dabei, den Alterungsprozess zu verzögern und Ängste abzubauen. Außerdem hat Hausarbeit oftmals sogar einen beruhigenden und entspannenden Effekt. Wenn wir uns völlig auf diese Tätigkeit konzentrieren, hören wir auf zu grübeln, lästige Gedanken verschwinden fast wie von selbst. "Beim Bügeln komme ich zur Ruhe und entspanne mich", sagt zum Beispiel Rodica Istrate, die diese Hausarbeit zu ihrem Job gemacht hat und für ihre Kunden die Bügelwäsche erledigt. "Wenn ich mit dem Bügeleisen Hosenbeine und Hemdsärmel plätte, dann bin ich ganz bei mir. Meist höre ich dabei ruhige, klassische Musik und kann komplett abschalten."

Auch das Erfolgserlebnis nach getaner Hausarbeit ist nicht zu unterschätzen. Wenn wieder alles sauber glänzt und ordentlich aussieht - also das Ziel, das wir uns gesetzt haben, erreicht wurde - werden zahlreiche Glückshormone in unserem Körper ausgeschüttet. "Ich habe trotzdem keine Lust auf Putzen", sagen Sie jetzt vielleicht und schütteln den Kopf. "Das macht doch nun wirklich keinen Spaß." Dann sollten Sie sich vielleicht den Rat von Ethnologin Katharina Zaugg, die in Basel eine Putzschule betreibt, zu Herzen nehmen. "Man sollte das Putzen nicht als eine lästige Aufgabe sehen, durch die man durch muss", sagt sie. "Denn das führt dazu, dass man die Aufgabe möglichst schnell beenden will. Wenn Sie aber einen Walzer tanzen, dann tanzen Sie ihn nicht, damit er schneller vorbei ist. Gestalten Sie also die Zeit so angenehm wie möglich. Sie können ja zum Beispiel auch im Walzerrhythmus staubsaugen." Saugen, wischen und schrubben Sie sich also einfach mal glücklich.

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