Hirschau
12.10.2021 - 14:25 Uhr

Africa Luz hilft hungernden Chepang in Nepal

Seit 2006 engagiert sich die von Professor Dieter Dausch gegründete Organisation Africa Luz in Sauraha in Nepal, baute dort ein Ambulatorium und ein Kinderhaus. Dieser Tage galt ihre humanitäre Hilfe dem hungerleidenden Volk der Chepang.

Mit Dank nahmen vor allem die Chepang-Mütter die Hilfspakete in Empfang, deren Kauf durch die 5000-Euro-Spende aus Hirschau möglich wurde. Bild: Shiri Lal Pariyar
Mit Dank nahmen vor allem die Chepang-Mütter die Hilfspakete in Empfang, deren Kauf durch die 5000-Euro-Spende aus Hirschau möglich wurde.

Die Chepang gelten als Ureinwohner Nepals und sind heute eine der kleinsten ethnischen Minderheiten Nepals. Sie leben im Südwesten des Landes in den Tälern des Mahabharat-Gebirges auf einer Höhe zwischen 800 und 1900 Metern. Etwa 40 Kilometer von Sauraha entfernt leben auf 1500 Metern Höhe 450 Chepang-Familien. Vor zwei Jahren machte die Africa-Luz-Delegation Bärbel und Reinhold Birner sowie Isabelle Haustein bei ihrem Besuch in Sauraha Bekanntschaft mit den Chepang-Kindern. Die Einwohner Saurahas hatten nach der Devise „Nepalesen helfen Nepalesen“ 100 Kinder aus den Bergen geholt und sie in Wohnungen am Ortsrand untergebracht. Für diese Kinder kaufte das Africa-Luz-Trio damals aus Mitteln einer 20.000-Euro-Spende von Klaus Conrad Hähnchenfleisch, Reis, Kartoffeln, Linsen, Salz und Öl.

Für den nächsten Nahrungsmittelkauf ließ man dem örtlichen Kontaktmann Shiri Lal Pariyar Geld zurück. Von ihm erreichte Bärbel Birner vor kurzem ein dramatischer Hilferuf. Er berichtete von einer katastrophalen Versorgungs- und Ernährungssituation der Chepang-Familien. Sie lebten am untersten Limit und hätten zum Teil nicht einmal ein Kilogramm Reis pro Monat zum Leben. Für Dieter Dausch und sein Vorstandsteam gab es kein langes Überlegen. Man beschloss spontan, eine Aktion „Hilfe für die Chepang“ zu starten und dafür 5000 Euro aus der Africa-Luz-Kasse zur Verfügung zu stellen und an Shiri Lal Pariyar zum Kauf von Nahrungsmitteln zu überweisen.

Plötzlich 50 Familien mehr

Wie 2019 kaufte er Reis, Linsen, Kartoffeln, Salz, Öl und auch etwas Hähnchenfleisch. Die Waren wurden in Säcke verpackt, auf denen „Africa Luz Deutschland – Hirschau Germany“ aufgedruckt war. Mit diesen machte er sich bei schwierigsten Wegeverhältnissen auf zu den Chepang ins Hochland. Nach fünf Stunden war er am Ziel. Dankbare Nepalesen warteten schon sehnsüchtig auf die Hilfe. Sofort nach der Ankunft sah sich Shiri mit einem Problem konfrontiert. Er hatte für 400 Familien eingekauft, fand aber 450 vor. Es gab keinerlei Streit zwischen den Chepang-Familien. Man teilte die Nahrungsmittel so auf, dass jede eine Ration erhielt. Tags darauf fuhr Shiri mit einer neuen Ladung noch einmal ins Hochland, so dass die Rationen entsprechend aufgestockt werden konnten.

Zum Dank erhielten Dausch und Birner Videos und Bilder von der Aktion, auf denen überglückliche Menschen zu sehen sind. Für Bärbel Birner und ihren Mann Reinhold steht schon jetzt fest, dass sie bei ihrem nächsten Nepal-Einsatz auf jeden Fall den Chepang einen Besuch abstatten werden. Dass man nicht mit leeren Händen kommen will, versteht sich von selbst.

Spendenkonten eingerichtet

Wer Africa-Luz Deutschland mit Spenden unterstützen will, kann diese entweder auf das Konto 200 799 799 bei der Sparkasse Amberg-Sulzbach (BLZ 752 500 00) oder das Konto 64 93 93 9 bei der Volks- und Raiffeisenbank Amberg (BLZ 752 900 00) überweisen. Wer sich dauerhaft für „Africa Luz“ engagieren möchte, der kann zum Jahresbeitrag von 60 Euro Mitglied werden.

 
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