14.05.2021 - 14:14 Uhr
HirschauOberpfalz

Bauausschuss Hirschau sieht im Dirtpark saubere Sache

Die Vorarbeiten für den Dirtpark beim Hirschauer Sportpark haben begonnen. Hier soll ein Eldorado für Mountainbiker entstehen. Das ist ganz im Sinn des Bauausschusses.

Die Vorarbeiten für den Dirtpark beim Hirschauer Sportpark (im Hintergrund) haben begonnen. Hier sollen ein Eldorado ein Mountainbiker entstehen.
von Gerhard FleischmannProfil

Auf positive Resonanz stößt beim Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik des Hirschauer Stadtrats das Vorhaben des Riders Club Hirschau, einer neuen Abteilung des örtlichen TuS, am Sportpark einen Dirtpark zu errichten. Dabei handelt es sich um eine Geländestrecke, die mit Mountainbikes und BMX-Räder befahren werden kann.

In der Diskussion über dieses Vorhaben waren den Ausschussmitgliedern besonders die Sicherheit und die Haftung bei Unfällen ein Anliegen. Hier sei der Träger mit einem Konzept gefordert, war die Meinung. Grundsätzlich bewerteten aber alle Fraktionen das Vorhaben positiv und als Aufwertung des Sportangebots in der Stadt.

Eine Schönheit ist es wirklich nicht, das nicht mehr notwendige Transformatorhaus beim Durchgang von der Raiffeisenbank zum Edeka-Markt. Geplant ist, das Gebäude in einen Artenschutzturm umzubauen. Architekt Michael Dittmann schlug vor, die Fassade des Turms künstlerisch aufzuwerten. Zwar stieß der Gestaltungsvorschlag, ein Birkenhain, auf geteilte Meinung. Aber vielleicht biete ja der Künstler eine Alternative an, war zu hören. Das Gremium befürwortete jedenfalls die Anregung.

Bei der Überprüfung des Wegebestandsverzeichnisses werde es in den nächsten beiden Jahren wohl noch öfter zu Widmungsanträgen kommen, erklärte Bauamtsleiter Martin Beck. Denn nur bei gewidmeten Wegen sei die Rechtslage klar, ob die Trasse öffentlich sei und wie sie genutzt werden dürfe. So war für den Ausschuss die Widmung eines kleinen Teils des Salvatorwegs zum öffentlichen Geh- und Radweg letztlich eine klare Sache.

In seiner letzten Sitzung hatte der Stadtrat beschlossen, auf die Straße am Bachrain nach dem Auswechseln der Wasserleitung eine Spliteinstreudecke aufzubringen. Die SPD-Fraktion beantragte nun, dort, wie bislang bei solchen Maßnahmen üblich, abzufräsen und zu teeren. Die Lösung sei besser, auch wenn mittelfristig die Gefahr bestehe, dass sich wegen der Hochofenschlacke darunter im Straßenbelag Risse bilden könnten. Letztlich fand sich dafür eine Mehrheit, die die 57 000 Euro Mehrkosten einschloss. Da es in Hirschau noch über 19 Kilometer alte Graugusswasserleitungen liegen, wird sich diese Thematik wohl noch öfter stellen.

Erneut waren Wünsche nach Erlass von Ortsabrundungssatzungen zu besprechen. Diesmal kamen die Anträge aus den Ortsteilen Ehenfeld, Burgstall und Dienhof. Damit könnte in den Dörfern auch Bauland geschaffen werden, erläuterte Bürgermeister Hermann Falk. Man müsse die Größe der Bereiche gut überlegen, zumal die Antragsteller auch die Kosten zu tragen hätten. Die Nutzung sei aber in der Regel nur für Bürger der jeweiligen Ortsteile gedacht, darüber herrschte Einigkeit.

Das Straßenbauamt überlegt, bis Ende 2023 die Zufahrten der Staatsstraße 2238 zwischen Hirschau und Amberg nach Urspring und Steiningloh auszubauen. Nach Urspring ist eine Abbiegespur aus Richtung Amberg vorgesehen, im Bereich Steiningloh soll der gesamte Kreuzungsbereich vergrößert, die Kreuzung leicht versetzt gestaltet und mit einer Querungshilfe ausgestattet werden. Dort ist auch für den künftigen Radweg von Hirschau nach Amberg die Querung der Staatsstraße vorgesehen. Man sei grundsätzlich für jede Verbesserung entlang der vielbefahrenen Straße offen, war man sich im Gremium einig. Die beste Querungslösung sei eine Unterführung für Fußgänger und Radler. Erich Stauber, kommissarischer Ortssprecher von Steiningloh, sah Diskussionsbedarf. "Die versetzte Kreuzung bereitet speziell landwirtschaftlichen Fahrzeugen Probleme", befürchtete er. Zudem würde die Straße breiter, was die Querungszeit für Fußgänger verlängere. Besonders im Bereich Urspring sei die Lage wegen der Kurve dort unübersichtlich.

In der Kahlhofsiedlung wird die Erdgasversorgung ausgebaut. Angedacht war, ein Glasfaserkabel mit zu verlegen. Das stellte sich nach Prüfung der Angebote als unwirtschaftlich heraus. Zudem sei das Viertel Internet-mäßig über Kabel gut versorgt, hieß es.

"Die versetzte Kreuzung bereitet speziell landwirtschaftlichen Fahrzeugen Probleme."

Erich Stauber, kommissarischer Ortssprecher von Steiningloh

Im Hirschauer Dirtpark für jeden Biker etwas dabei

Hirschau
Ein eher trostloses Bild gibt derzeit der nicht mehr nötige Stromverteiler beim Edeka-Markt ab. Das Gebäude soll nun zu einem Artenschutzturm umgestaltet werden. Erstes Schritt ist die farbliche Verschönerung der Fassade.
Die Vorarbeiten für den Dirtpark beim Hirschauer Sportpark haben begonnen. Hier sollen Biker ein Eldorado bekommen.

 

 

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