09.04.2019 - 08:54 Uhr
HirschauOberpfalz

Beim Stiftungsfest der Kolpingsfamilie Hirschau Vorstandswahl

Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Hirschau heißt weiterhin Siegfried Schorner. Beim Festabend anlässlich des 159. Stiftungsfestes im Pfarrheim werden er und sein Stellvertreter Lothar Meier einstimmig wiedergewählt.

Beim 159. Stiftungsfest wählt die Kolpingsfamilie Hirschau einen neuen Vorstand (von links): Elfriede Kuznik, Johannes Fleischmann, Erwin Bauer, Vorsitzender Siegfried Schorner, Karl Merkl, stellvertretender Vorsitzender Lothar Meier, Wolfgang Weih und Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann.
von Werner SchulzProfil

Vor der Veranstaltung hatte man der verstorbenen Mitglieder bei einem Gottesdienst in der Pfarrkirche gedacht. Wie sehr die Kolpingfamilie das Nachwuchsproblem bewegt, zeigte nicht erst Siegfried Schorners Bericht. Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann mutmaßte, dass Adolph Kolping die Familie kaum wiedererkennen und fragen würde: „Wo sind die jungen Menschen? Wie können junge Menschen für Kolpings Idee gefunden werden?“ Offenbar begegneten junge Leute katholischen Verbänden, insbesondere der Kirche selber, mit Argwohn. In den Mitgliedern sah der Präses "Samenkörner, die hoffentlich in der Zukunft Früchte, sprich junge Mitglieder, hervorbringen".

Vorsitzender Schorner beleuchtete die Thematik mit konkreten Daten. Die Mitgliederzahl ist unter die 90er-Marke gesunken. 48 Prozent davon sind älter als 70 Jahre. Der Anteil der 31- bis 50-Jährigen beträgt rund elf Prozent. Als herausragendes Ereignis unter den 41 Veranstaltungen in den drei Jahren des Berichtszeitraums nannte der Vorsitzende die Jubelfeier zum 50-Jährigen der Altkleider- und Altpapiersammlung. Der Vorstand hat entschieden, die Straßensammlungen einzustellen, die Stadelsammlung aber weiterhin zu betreiben. Mit Hinweis auf den Stellenwert, den Solidarität bei Kolping einnimmt, bat Schorner um weitere Unterstützung: „Nicht uns ist damit geholfen, sondern Mitmenschen, denen es nicht gut geht, die krank, arm und hungrig sind.“ Der Bericht von Kassier Erwin Bauer belegte, dass man es mit dem solidarischen Handeln ernst meint. Während der abgelaufenen Vorstandsperiode hat der Verein insgesamt 21 150 Euro gespendet.

Bestbesuchte Monatsversammlung in dieser Zeit war Fritz Dietls Vortrag über den Jakobsweg. Grundsätzlich werden laut Schorner Veranstaltungen im Pfarrheim weniger angenommen als etwa gemütliche Zusammenkünfte, gerne auch mit musikalischer Umrahmung, im Gasthaus Weich. „Im Pfarrheim findet sich nur noch der harte Kern ein“, bedauerte Schorner. Das traditionelle Grillfest fiel mangels eines Organisationsteams weg. Der Vorsitzende äußerte für die anstehenden Neuwahlen die Hoffnung, dass viele zur Übernahme von Verantwortung bereit sind. Leitschnur sollte Kolpings Aufforderung „Zeigt Mut – macht Mut“ sein. Getreu diesem Motto habe er Missstände angeprangert und sich für positive Veränderungen beim Christsein eingesetzt.

Erfreuliches hatte der TTC Kolping-Vorsitzende Johannes Fleischmann zu berichten. Die dem neuen Bezirk Oberpfalz Nord zugeordneten drei Herrenmannschaften und das Bambini-Jugendteam werden die Saison jeweils im vorderen Tabellendrittel abschließen. Großen Zulauf erlebt das Jugendtraining. Zwischen 16 und 20 Kindern nehmen daran unter Leitung von Anton Brumbach teil, der von Erwachsenen unterstützt wird. Ausfallen musste der Bericht der Kolping-Theatergruppe. Für sie konnte bei den Neuwahlen kein Vertreter in das Vorstandsgremium benannt werden.

Die Neuwahlen erbrachten folgende Ergebnisse: Vorsitzender: Siegfried Schorner, Stellvertreter: Lothar Meier, Kassier: Erwin Bauer, Schriftführerin: Elfriede Kuznik, Beisitzer: Karl Merkl und Albert Meindl, Kassenprüfer Michael Freimuth und Wolfgang Weih. Kraft Amtes gehören dem Vorstand außerdem an: Präses Hans-Peter Bergmann und TTC-Kolping-Vorsitzender Johannes Fleischmann.

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