13.12.2020 - 14:49 Uhr
HirschauOberpfalz

CSU setzt weitere Parkplätze in der Hirschauer Innenstadt durch

Die Hirschauer CSU nutzt ihre neue Ratsmehrheit, um eine alte Forderung durchzusetzen. Sie will mehr Parkplätze in der Innenstadt schaffen. Konkret geht es um Teile des Marktplatzes.

Die neuen Parkplätze in der Innenstadt sollen vor der Häuserzeile Richtung Stadtbrunnen markiert werden.
von Gerhard FleischmannProfil

Eine teils hitzige Diskussion entspann sich im Hirschauer Stadtrat um die Frage ob im unteren Bereich des Marktplatzes weitere Parkplätze geschaffen werden sollten. Es entwickelte sich am Ende eine Generaldebatte zum Thema Innenstadt. Ein nahezu gleichlautender Antrag war in der letzten Sitzungsperiode, als die CSU keine Mehrheit im Rat hatte, knapp abgelehnt worden.

Hier hakte SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Birner ein und beantragte, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen, da laut Geschäftsordnung nicht wiederholt über gleichlautende Anträge abgestimmt werden könne. Bürgermeister Hermann Falk und die Verwaltung stellten fest, der Antrag sei neu und damit zu behandeln - die Mehrheit schloss sich an.

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Hirschau

Sechs bis acht Parkplätze

Für die CSU-Fraktion beantragte Sprecher Florentin Siegert, etwa ab dem Baum nach dem Brunnen Richtung Raiffeisenbank sechs bis acht Parkplätze auszuweisen, dazu einen für Fahrzeuge mit Anhänger. Auf diesen Parkplätzen solle die Anwohnerregelung nicht greifen, nach einem Jahr soll die Situation überprüft werden. Gedacht seien die Plätze für kurzzeitige Erledigungen. Man wolle auch die derzeit dort herrschende Unsicherheit, was erlaubt sei und was nicht, klären.

Johanna-Erras Dorfner sah aus Sicht der Freien Wähler Bedarf. Um kurzzeitige Nutzung und damit mehr Wechsel zu erreichen, hielt sie eine Parkzeitgrenze von 30 Minuten für besser. Zudem sollte im Anschluss an den für Fußgänger gedachten Plattenweg eine Radspur geschaffen werden. Als Probephase wären sechs Monate ausreichend.

Die Markierung sollte gut sichtbar erfolgen. Mit dem Vorschlag konnte sich auch Christian Feja (Grüne) anfreunden, mit einem Jahr Probezeit wären aber alle Jahreszeiten abgedeckt, schlug er vor. Besonders die Radfahrer hätten es neben den Fußgängern als schwächere Verkehrsteilnehmer nicht einfach in der Innenstadt, stellte Josef Birner fest. Hirschau müsse fahrradfreundlicher werden. Rudolf Wild (SPD) sah die Gefahr der Langzeitnutzung, zum anderen müsse eine klare Beschilderung erfolgen.

Gleiche Parkzeit

Diese Notwendigkeit sah Christian Gnan (CSU) nicht, wenn die gleiche Parkzeit gelte wie in der gesamten Innenstadt. Wolfgang Bosser (SPD) sah den bei der Neugestaltung der Innenstadt verfolgten Gedanken, auch Flanier- und Ruhezonen zu schaffen, beschädigt, man solle den Planer einbeziehen. Günther Amann ergänzte, das städtebauliche Konzept werde ignoriert, man schaffe eine autolastige Stadt, von einem gleichberechtigten Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer könne keine Rede sein.

Hans Schönberger (CSU) stellte fest, man müsse auch mal etwas ändern, wenn sich die Notwendigkeit ergebe. Es gelte, die Geschäfte in der Innenstadt zu unterstützen, auch um sie zu halten. Christian Feja schlug vor, die Thematik gemeinsam zu überdenken, der Vorschlag sei wohl so nicht optimal. Und Johanna Erras-Dorfner brachte als Vorschlag statt der markierten Plätze eine Kurzparkzone und signalisierte Gesprächsbereitschaft.

Für CSU-Sprecher Florentin Siegert war die Richtung zu einer konstruktiven Lösung schon irgendwie sichtbar, trotzdem beharrte er darauf, es mit dem CSU-Vorschlag zu versuchen. Die CSU nutzte ihre Mehrheit, die Gedanken der anderen Fraktionen blieben außen vor.

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