Der Förderkreis Altenhilfe versteht sich auch 39 Jahre nach seiner Gründung als Anwalt und Sprachrohr der Hirschauer Senioren. Diesen Anspruch unterstrich der Gründer und Vorsitzende Werner Schulz bei der Jahreshauptversammlung. Hirschau verfüge zwischen Kloster- und Postgasse über ein Senioren- und Pflegezentrum, das seinesgleichen suche. Eine wichtige Säule ist laut Schulz der Seniorentreff. Das Engagement des Betreuerinnen-Teams verdiene große Anerkennung. Unterstützung solle künftig auch der evangelische Seniorenkreis erhalten. Alljährlich habe man Heim und Tagespflege am Barbaratag mit Geschenken für die Bewohner, Tagespflegegäste und Personal bedacht. Der Holzwerkgruppe des Heims habe man eine Säulenbohrmaschine und eine Dekupiersäge finanziert, dem Heim elektrische Sessel und TV-Fernbedienungen. Größte Anschaffungen für die Tagespflege seien eine elektronische Wandtafel und Rollos für die Lichtkuppeln gewesen. Die Senioreneinrichtungen könnten weiterhin mit der Unterstützung durch den Förderkreis rechnen.
Das Heim sei, so Pflegedienstleiterin Patricia Kugler, mit 84 Bewohnern voll belegt. Von den 84 Beschäftigten seien 45 in der Pflege tätig, was dem vorgeschriebenen Schlüssel entspreche. Die Kompensation von Langzeitkranken stelle eine große Belastung für das restliche Pflegepersonal dar. Oft müssten Schichten geschoben werden, um eine Mindestpersonalstärke zu gewährleisten. Kompensiert werden könnte das Problem mit Pflegehelfern, die mit Kurzschulungen angelernt würden. Aktuell beschäftige man zwei Azubis, die aber nächstes Jahr wegfielen. Drei bulgarische Pflegekräfte mache man mit einem Kommunikationstraining fit. Der vergangene Dezember sei eine besondere Herausforderung gewesen, als 30 bis 35 Prozent der Belegschaft krankheitsbedingt ausgefallen seien. Eine Kompensation habe nur über Zeitarbeitsfirmen erfolgen können, was jedoch für das Heim ein wirtschaftliches Desaster bedeutet habe.
In der Solitären Tagespflege sind laut Leiterin Birgit Seidl derzeit sieben Teilzeitkräfte beschäftigt, die sich an den fünf Öffnungstagen um 38 Gäste kümmerten. Diese Anzahl bedeute Vollauslastung. Vier Mitarbeiterinnen hätten eine MAKS-Ausbildung absolviert, eine Therapieform für Personen mit mittlerer und schwerer Demenz. Eine Zertifizierung werde erfolgen. Man sei dann die einzige Einrichtung im Umkreis von 100 Kilometern mit einer MAKS-Zertifizierung. Während des Marktplatzfestes 2023 plane man einen Tag der offenen Tür.
Zum ehrenamtlichen Leitungsteam des Seniorentreffs gehören laut Sprecherin Maria Ott sieben Frauen, die jede Woche donnerstags von 14 bis 16 Uhr rund 25 Personen, fast ausschließlich Frauen, im Alter zwischen 80 und 90 Jahren ein abwechslungsreiches Programm bieten. Es werde gesungen, gespielt und Gymnastik gemacht. Einmal im Jahr mache man einen Ausflug.
Bürgermeister Hermann Falk zollte wie Werner Schulz allen, die sich in Hirschau beruflich oder ehrenamtlich in der Seniorenarbeit engagieren, großes Lob. Der Förderkreis bietet den Senioren im Laufe des Jahres Veranstaltungen an, unter anderem eine Veranstaltung mit Stadtheimatpfleger Sepp Strobl und eine Besichtigungsfahrt durch das Gebiet der Stadtgemeinde.
Die Neuwahlen erbrachten folgende einstimmige Ergebnisse: Vorsitzender Werner Schulz, stellvertretende Vorsitzende Klaus Conrad und Hildegard Kohl, Schatzmeister Reinhold Birner, Schriftführer Martin Merkl, Beisitzer Bürgermeister Hermann Falk, Heidi Flierl, Zweite Bürgermeisterin Bärbel Birner, Peter Leitsoni, Michaela Meier. Kassenprüferin Petra Weih, kooptierte Mitglieder: BRK-Seniorenheimleiterin Astrid Geitner, BRK-Tagespflegeleiterin Birgit Seidl, Seniorentreff-Sprecherin Maria Ott und Seniorenbeauftragter Rudi Wild.
Werner Schulz ist Vorsitzender des Hirschauer Förderkreises Altenhilfe und schreibt als freier Mitarbeiter der Amberger Zeitung über die Jahreshauptversammlung des Vereins.



















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