Hirschau
16.08.2021 - 11:09 Uhr

Auf Hirschauer Freilichtbühne mit Jana Müller atemberaubende Reise durch Musical-Welt

Der Musical-Abend mit der Sopranistin Jana Müller gerät zu einem Kulturevent mit höchstem Niveau. Bei ihren Darbietungen wird sie von Roman Podokschik einfühlsam am Piano begleitet. Bild: Hans König/exb
Der Musical-Abend mit der Sopranistin Jana Müller gerät zu einem Kulturevent mit höchstem Niveau. Bei ihren Darbietungen wird sie von Roman Podokschik einfühlsam am Piano begleitet.

„I feel pretty, oh so pretty!” Treffender als mit dem Lied der Maria aus Leonard Bernsteins "West Side Story“ hätte Jana Müller ihre Ausstrahlung und Darbietungen beim Musical-Abend auf der Schlosshof-Freilichtbühne in Hirschau nicht beschreiben können. Für die Sopranistin, die seit 15 Jahren den Gemischten Chor des Hirschauer Gesangvereins leitet, bedeutete der Konzertauftritt ein Heimspiel. Gut 120 Besucher ließen sich von ihr zwei Stunden lang auf eine begeisternde musikalische Reise durch die bunte Welt der Musicals mitnehmen. Pianist Roman Podokschik begleitete Jana Müllers Darbietungen bestens abgestimmt – mal dezent und ruhig, mal frisch und dynamisch.

Die musikalische Bandbreite reichte von emotional mitreißenden Balladen wie „Mondlicht“ aus dem Musical „Cats“, „Ich gehör nur mir“ aus „Elisabeth“ oder „Wein nicht um mich Argentinien" aus „Evita“ bis hin zu heiteren Popstücken wie „I don’t know how to love him“ aus „Jesus Christ Superstar“.

Bei ihrem Reigen von insgesamt 17 Melodien, durch den Jana Müllers Ehemann Dieter eloquent und fachkundig führte, glänzte die Künstlerin mit ihrer klaren Stimme ebenso wie durch ihre Fähigkeit, die Lieder ausdrucksstark und einfühlsam vorzutragen und so das Publikum an den in den Stücken schlummernden Emotionen teilhaben zu lassen. Unterstrichen wurde dies dadurch, dass die Sängerin immer mit dem zu den Liedern passenden Outfit auf der Bühne erschien. Mal trat sie in einem roten, mal in einem eleganten goldenen Kleid vor ihr Publikum, das nächste Mal in Schwarz mit einem Plüschtier im Arm oder mit ihrem eigenen Hündchen an der Leine – wie bei „Somewhere over the Rainbow“ aus dem „Zauberer von Oz“. So gut wie keines der Musicals fehlte im Repertoire der Künstlerin, angefangen von „Rebecca“ und „Les Miserables“ über „Mozart“, „Tarzan“ und „Marie Antoinette“ bis hin zu der „Schatzinsel“ und „Bonifatius“. Anhaltender Beifall war der Lohn. Die Zugabewünsche wurden natürlich erfüllt.

 
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