12.04.2019 - 16:34 Uhr
HirschauOberpfalz

Hirschauer SPD-Stadtrat hat Bedenken wegen Partnerschaft mit US-Army

Die SPD sei eine pazifistische Partei, betonte ihr Hirschauer Stadtrat Günter Amann in der aktuellen Sitzung des Gremiums. Amann hält deshalb die Partnerschaft der Stadt mit einem Vilsecker Truppenteil der US-Army für bedenklich.

Die Vilsecker Stryker-Soldaten haben eine Partnerschaft mit der Stadt Hirschau.
von Redaktion ONETZProfil

Mit seinem Wortbeitrag unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" am Ende der Stadtratssitzung sorgte Günter Amann für Gesprächsstoff. Er brachte die Partnerschaft Hirschaus mit der First Squadron des 2. Stryker Cavalry Regiments Vilseck, "War Eagles" genannt, zur Sprache. Diese Verbindung sei vom früheren Bürgermeister Hans Drexler mit ins Leben gerufen worden und bestehe nun zehn Jahre. Amann stellte fest, dass es dazu keinen Beschluss des Stadtrates gebe. Die "War Eagles" seien an verschiedenen Kriegen, auch im Irak, beteiligt gewesen. Basis des dortigen Kriegs seien auch gezielte Falschinformationen seitens der USA gewesen, betonte Amann. Die SPD aber sei eine pazifistische Partei, er halte die Partnerschaft mit dieser Einheit der US-Army für bedenklich und beantragte eine Diskussion dazu in der nächsten Sitzung.

Bürgermeister Hermann Falk (CSU) und Stadträtin Johanna Erras-Dorfner (FW) hängten die Angelegenheit deutlich tiefer. Die Freundschaft mit dem US-Verband habe nicht den Rang einer offiziellen Städtepartnerschaft, diene eher dem gegenseitigen Kennenlernen mit seltenen Terminen. Hintergrund der Gründung seien damals auch Auffälligkeiten einzelner amerikanischer Soldaten außerhalb des Übungsplatzes gewesen. Auch andere Gemeinden wie Vilseck und Hahnbach hätten derartige Kontakte geknüpft.

Aus der Hirschauer Stadtraatssitzung

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