Wie im übrigen Bundesgebiet, so steigen auch in Hirschau die Fremdstoffe, die über die Abwasserkanäle im Klärwerk ankommen. Allen voran Feuchttücher, Wattestäbchen und andere Hygieneartikel landen nicht da, wo sie hin sollten, im Hausmüll, sondern in der Toilette. Die oft reißfesten Feuchttücher, zersetzen sich nicht, verstopfen Leitungen, legen oft Pumpen lahm. Das Entfernen ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Im Einzelfall kann ein Pumpentausch bis zu 10 000 Euro kosten, war bei einem Besuch des Bürgermeisters Hermann Falk im Hirschauer Klärwerk zu erfahren. Ein sorgsamer, nachhaltiger Umgang mit Wasser hieße auch, so Falk, Abwasser nicht mit Dingen zu befrachten die nicht hinein gehörten. Farben, Lacke, Lösungsmittel und Chemikalien wie Rohrreiniger belasten Abwasser schwer, könnten in Klärwerken oft nicht abgebaut werden. Dafür gebe es Schadstoffsammelstellen. Feste Stoffe, wie Tampons, Windeln, Rasierklingen, Katzenstreu oder Kunststoffe verstopfen Leitungen. Auch Zigarettenkippen verunreinigen Abwasser durch enthaltene Giftstoffe. Speisereste, Öle und Fette, verkleben Leitungen und die Kanalisation und führen zu Geruchsbelästigungen. Schädlinge, auch Ratten werden durch die Entsorgung von Speiseresten über die Toilette angelockt, hieß es bei dem Info-Ortstermin. Falk: "Pfannen vor dem Abwasch mit einem Küchentuch, das dann in den Restmüll wandert, auszuwischen, beugt auch Verstopfungen von Abwasserleitungen des eigenen Haushalts vor. Auch abgelaufene Medikamente haben im Abwasser nichts zu suchen. Sie können in Schadstoffsammelstellen abgegeben werden oder sollten im Hausmüll und anschließend in der Müllverbrennung landen."
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