Mit einem von Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann zelebrierten Gottesdienst, bei dem der verstorbenen Mitglieder und Präsides gedacht wurde, und einem Festabend im Pfarrsaal beging die Kolpingsfamilie Hirschau den Kolpinggedenktag. Dabei überreichten Vorsitzender Siegfried Schorner und sein Stellvertreter Lothar Meier Spenden im Gesamtwert von 7000 Euro. Empfänger waren der Hospizverein Amberg, der Sozialdienst katholischer Frauen, die Caritas-Sozialstation, die BRK-Helfer vor Ort, die Jura-Werkstätten, das SOS-Kinderdorf Immenreuth, die Hilfsorganisation Africa Luz Deutschland und der Obst- und Gartenbauverein. Außerdem gingen Spenden an Kolping International und im Gedenken an Bischof Antonio Eduardo Bösl an die Franziskaner-Mission.
„Vereinigung macht stark, eine praktische Wahrheit, so alt wie die Welt“ – diesen Satz formulierte Adolph Kolping 1847 in einer Predigt. Diese Worte griff Siegfried Schorner auf, um sich eingehend dem Begriff Solidarität und dessen Bedeutung für die Kolping-Arbeit zu widmen. 2017 habe Kolping 172 Projekte in 40 Ländern mit rund 8,9 Millionen Euro gefördert – "eine solidarische Meister-Leistung“. Diese Zahlen seien das Ergebnis solidarischen Handelns. Solidarität drücke den Einsatz Gleichgesinnter für gemeinsame Werte aus und werde im Leitbild der Kolpingwerks mit den Begriffen Personalität, Gemeinwohl und Subsidiarität verbunden. An erster Stelle stehe die Eigenverantwortung, erst dann greife die Unterstützung durch andere. Schorner: „Für Kolping Deutschland bedeutet solidarisches Miteinander eine aktive Anteilnahme für andere und an den Bedürfnissen anderer. Dies bedingt Übernahme von Verantwortung, was Unterstützung und auch Versorgung bedeuten kann.“
Bei den Ehrungen stellte der Vorsitzende das Kolping-Zitat „Anfangen ist oft das Schwerste, Treubleiben aber das Beste“. Letzteres hätten die Jubilare über Jahrzehnte beispielhaft vorgelebt. Für 40 Jahre Treue wurde Rudolf Kederer geehrt, für 50 Jahre Anton Bauer, Bernhard Brinster, Eduard Neydert, Hans Meindl, Gerhard Tonn und Wolfgang Weih und für 60 Jahre Bernhard Epp.
Die Spendenübergabe verband Schorner mit dem Dank an alle, die sich bei den Altkleider- und Altpapiersammlungen engagiert haben. Diese bildeten den Grundstock für die Spenden. Die Empfänger nutzten ihre Dankesworte, um ihre Organisation kurz vorzustellen.
In seinem Schlusswort betonte der Vorsitzende, dass die Sammlung weiterhin stattfindet. Der Stodl werde samstags zur Annahme der Altwaren geöffnet. Nicht mehr geben werde es allerdings die Straßensammlungen. Der Vorstand habe sich zu diesem Schritt entschlossen, da die Sammelmengen vor allem in den kleineren Orten zurückgegangen seien und es zunehmend schwieriger geworden sei, die nötigen Helfer und Fahrzeuge zu finden. Ein Grund sei der Altersdurchschnitt der Kolpingsfamilie mit 68 Jahren. Schorners Dank galt allen, die in der Vergangenheit die Aktion unterstützt haben. Als tollen Erfolg bezeichnete Schorner die Schuhsammlung, bei der an drei Samstagen im Stodl bei Lothar Meier, Helmut Rösch, Karl Merkl, Heribert Fleischmann und ihm 850 Paar Schuhe abgegeben wurden.




















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