08.10.2019 - 11:41 Uhr
HirschauOberpfalz

Skihütte am Rotbühl: Der Bau hat begonnen

"Die Idee eines festen Gebäudes am Rotbühlsender besteht schon sehr lange", sagt Thomas Heckmann, Vorsitzender des Skiclubs Monte Kaolino. Jetzt haben die Hirschauer begonnen, diesen langgehegten Wunsch in die Tat umzusetzen.

Auf dem Plan kann man die Hütte am Rotbühl schon sehen – von unterschiedlichen Blickwinkeln aus. Das Gebäude soll neben den Langläufern im Winter auch im Sommer von Wanderern und Mountainbikern genutzt werden können.
von Christian LinglProfil

Auf rund 400 Quadratmetern Grundfläche erschließt sich das neue Multifunktionsgebäude am Sender, dem Langlaufzentrum des Hirschauer Skiclubs. Ein Teil davon wird für die beiden Pistenraupen reserviert sein, die die Langläufer zum Präparieren ihrer Strecken benötigen. "Die standen den ganzen Winter über immer im Freien", erklärt Heckmann. "In der offenen Garage stehen sie künftig geschützt."

Der Boden ist schon vorbereitet. SCMK Vorsitzender zeigt wo später einmal der Aufenthaltsraum der neuen Hütte hinkommen soll

Nicht nur für Sportler

Vom neuen Gebäudes profitieren sollen jedoch insbesondere die Sportler direkt: Für sie entsteht ein Aufenthaltsbereich mit 180 Quadratmetern. Darin wird es einen großen Raum geben, mit fest installierten Tischen, beispielsweise zum Ski-Wachsen oder Brotzeitmachen, und mit einem Umkleideraum für die Sportler. Daneben wird es künftig auch Toiletten am Sender geben. Da keine Kanalisation vorhanden ist, haben sich die Verantwortlichen vom Skiclub ein Konzept ausgedacht, wie mobile WC-Kabinen sinnvoll in den Bau integriert werden können.

Seit gut zwei Wochen wird gebaggert am Sender. SCMK-Vorsitzender Thomas Heckmann erläutert bei einem Ortstermin, wie die Hütte später einmal aussehen soll.

Der Verein möchte, dass neben den Skilangläufern im Winter auch andere Personengruppen von der Hütte profitieren. Wanderer, Mountainbiker, die in den Räumen Brotzeit machen können, oder bei schlechtem Wetter einen Unterstand suchen, sind als Zielgruppe für die Sommermonate angedacht. Das Gebäude wird ganzjährig geöffnet sein.

Die Idee zu einer Hütte ist beim Skiclub schon lange präsent. So kam es Vorsitzendem Thomas Heckmann wie gerufen, dass die Gemeinde Freudenberg sich ebenfalls mit dem Gedanken trug, die Gegend rund um den Rotbühl touristisch mehr zu erschließen. Das Langlaufzentrum erstreckt sich über Gebiete der drei Nachbargemeinden Hirschau, Schnaittenbach und Freudenberg.

Info:

Im Blickpunkt

Vor rund zwei Wochen haben die Hirschauer mit der Umsetzung des langersehnten Projekts Hütte am Rotbühl begonnen. Die Bodenflächen sind inzwischen vorbereitet. Als nächstes stehen die Betonarbeiten an.

Thomas Heckmann geht davon aus, dass in diesem Winter zumindest schon eine Teilnutzung möglich sein wird. „Man ist immer wetterabhängig, aber das Gebäude an sich sollte heuer stehen.“

Komplett fertig werden wird die Hütte aber voraussichtlich erst im nächsten Frühjahr.

Einige lokale, am Bau beteiligte Unternehmen hätten sich spontan bereiterklärt, den Skiclub bei seinem Projekt zu unterstützen“, teilt der Vorsitzende mit: „Manche Firmen machen Sonderpreise, andere übernehmen ihre Leistung komplett als Spende.“ Zusätzlich hat der Verein auch seine Mitglieder angeschrieben und im Internet dazu aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Auf der Internetseite des Skiclubs (https://sc-montekaolino.com/webcam) können Interessierte den Baufortschritt auf einer Webcam verfolgen.

Nachbarn machen mit

Sehr schnell haben sich die beiden anderen Städte dazu entschlossen, sich an diesem Vorhaben zu beteiligen. Ein weiterer Teil der Kosten wird über eine Leader-Förderung aus EU-Mitteln gedeckt. "Auch hier haben die Behörden sehr schnell gearbeitet und so konnte von dieser Seite ebenfalls eine sehr rasche Entscheidung getroffen werden", sagt Heckmann. Neben finanziellen Aspekten sind bei einem Projekt wie diesem auch Genehmigungen zu berücksichtigen. Sowohl die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt als auch die Bayerischen Staatsforsten, denen die Wälder am Rotbühl gehören, seien hier höchst kooperativ gewesen, lässt der Bauherr wissen. "Als Ausgleichsfläche mussten wir allerdings einen Teil der Strecken aufgeben", merkt der Chef der Hirschauer Langläufer noch an.

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