21.07.2021 - 14:44 Uhr
HirschauOberpfalz

Stadtrat Hirschau beschließt Erhöhung der Friedhofgebühren

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In der Stadtratssitzung Hirschau war eine Menge zu besprechen. Die Friedhofgebühren werden angehoben, eine Photovoltaikanlage nahe Krickelsdorf wurde auf den Weg gebracht.

Die Friedhofsgebühren in Hirschau werden angepasst. Die letzte Erhöhung erfolgte 2017. Die Pflege des Areals ist kostenintensiv, hieß es im Stadtrat.
von Gerhard FleischmannProfil

Vor den Sommerferien sollten im Hirschauer Stadtrat möglichst viele offene Punkte abgearbeitet werden. David Neidl vom Büro Neidl & Neidl stellte das Projekt Photovoltaikanlage nahe Krickelsdorf vor. Auf einem langgezogenen, derzeit landwirtschaftlich genutzten Grundstück am Ortsende von Krickelsdorf Richtung Atzmannsricht soll eine Freiflächenphotovoltaikanlage errichtet werden. Das Vorgehen sei nahezu gleich dem kürzlich auf den Weg gebrachten Projekt in Ehenfeld/Kindlas, so Neidl. Es sei ein Sondernutzungsgebiet im Flächennutzungsplan auszuweisen, ein Billigungs- und Auslegungsbeschluss mit Beteiligung der Bürger und Fachbehörden zu fassen. Das Grundstück werde eingezäunt und mit einer breiten Hecke eingegrünt; die einstimmige Befürwortung folgte.

Friedhof und keine Parkanlage

Bei der ersten Beratung zur Änderung der Friedhofgebühren waren Änderungen vorgeschlagen worden, die es einzuarbeiten galt. Die Zusatzgebühr für Urnen in Familien- und Reihengräbern wird künftig nur noch fällig, wenn der Grabplatz belegt ist und eine Ruhezeit läuft. Die Anregung der SPD-Fraktion, einen Teil der Friedhofspflege der Haushaltsstelle Park und Gartenanlagen zuzuordnen, fand keine Mehrheit. Sowohl CSU wie auch Freie Wähler sahen die Voraussetzungen nicht erfüllt, es sei ein Friedhof und keine Parkanlage. Damit fallen die Gebührenanpassungen um knapp zehn Prozent höher aus, wie bei Einbeziehung der weiteren Haushaltsstelle. Die jährliche Gebühr für eine Reihengrab steigt zum Beispiel von 37 Euro auf 42,88 Euro mit der anderen Variante wären es 39,53 Euro gewesen. Das sei zu verkraften, waren sich CSU und FW einig.

Corona und die Jugend- und Vereinsarbeit

Die Coronaeinschränkungen haben auch das Vereinsleben stark beeinträchtig, waren sich alle Fraktionen einig. Da Kinder- und Jugendarbeit auch Aufgabe der Stadt sei beantragte die SPD-Fraktion mehr Aktivitäten in der kommunalen Jugendarbeit unter Einbeziehung desstädtischen Jugendbeauftragten Andreas Losch. Es gebe Förderprogramme des Bundes und des Freistaats zum Beispiel für Freizeiten unter dem Motto „Aufholen nach Corona“. Auch die AOVE-Ebene könne einbezogen werden, beim Kreis- und dem Bayerischen Jugendring könne man sich Rat holen. Tobias Meindl stellte fest: "Alle Bereiche der Vereinsarbeit sind betroffen, nicht nur die Jugend." Es sei Aufgabe der Stadt zu informieren, die Angebote müssten dann von den Vereinen kommen. Nötig wäre ein W-lan Hotspot am Rathaus und etwa ein Mehrgenerationenplatz. Es gebe in Hirschau mit seinen vielen Vereinen zahlreiche Angebote, manchmal zu viele. Auch Manuel Falk wies auf die intakten Strukturen und die Fachlichkeit der Vereine hin. Dennoch sei Unterstützung nötig ergänzte Florentin Siegert, es könne auch Geld fließen.

Jugendbeauftragter Andreas Losch bescheinigte den Vereinen sehr gute Angebote, sie wüssten am besten was zu tun sei. Wichtig sei es aus seiner Sicht etwa mit einem Tag der Vereine Möglichkeiten zur Präsentation zu bieten. Wichtig seien die Anregungen der Jugendlichen, es mache wenig Sinn von oben etwas zu diktieren.

Schließlich folgte das Gremium dem Vorschlag von Bürgermeister Hermann Falk, Vereinsvorstände und Jugendleiter zu einem Gedankenaustausch einzuladen. Die Stadt wolle unterstützen, über Fördermöglichkeiten informieren, Ansprechpartner im Rathaus sei das Tourismusbüro.

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