Hirschau
02.02.2021 - 14:14 Uhr

Trotz Corona: Ein Prost auf den Hirschauer Fasching

Seit Regina Merkl 2014 die Kindergarde gegründet hat, lebt in Hirschau der Fasching wieder. Die Saison 2020/21 sollte eigentlich ein vorläufiger Höhepunkt der Aktivitäten werden. Dank Covid-19 wird sie nun zum „verflixten siebten Jahr“.

Die Faschingsveranstaltungen der Narrhalla fallen fast alle dem Coronavirus zum Opfer. Nicht verzichten müssen die Hirschauer auf das Faschingsbier aus der Schloss-Brauerei. Dass Braumeister Hans Wild wieder ein süffiges Bier gebraut hat, davon überzeugen sich Narrhalla-Präsidentin Regina Merkl (Mitte) und Hofmarschall Martin Merkl (links) auf Einladung von Brauerei-Chef Franz Dorfner (rechts). Bild: u
Die Faschingsveranstaltungen der Narrhalla fallen fast alle dem Coronavirus zum Opfer. Nicht verzichten müssen die Hirschauer auf das Faschingsbier aus der Schloss-Brauerei. Dass Braumeister Hans Wild wieder ein süffiges Bier gebraut hat, davon überzeugen sich Narrhalla-Präsidentin Regina Merkl (Mitte) und Hofmarschall Martin Merkl (links) auf Einladung von Brauerei-Chef Franz Dorfner (rechts).

Dabei hatte die Hirschauer Narrhalla Anfang 2020 noch große Pläne geschmiedet. Nach sechs Jahren unter dem Dach des Musikzugs fassten Regina Merkl und ihre Mitstreiter den Entschluss, sich als Verein selbstständig zu machen. Am 7. Juli 2020 war es schließlich amtlich. Vom Amtsgericht Amberg erhielt man den Bescheid, dass die Faschingsgesellschaft Narrhalla Hirschau ins Vereinsregister eingetragen ist.

Die Freude darüber wurde schon damals durch die Corona-Pandemie getrübt. Es stand schlichtweg in den Sternen, welche der geplanten Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können. Dabei hätte man doch erstmals drei Gardegruppen präsentieren können – die 16-köpfige Kindergarde, die 14-köpfige Jugendgarde und als Novum eine Prinzengarde mit elf Mitgliedern. Erstmalig hätte es auch zwei Prinzenpaare gegeben – ein Kinder- und ein Erwachsenenpaar. Am 11.11.2020 hätten sie zum Faschingsauftakt das Rathaus erobern sollen. Doch daraus wurde nichts. Als Ersatz machten Präsidentin Regina Merkl und ihre Stellvertreterin Michaela Meier Bürgermeister Hermann Falk ihre Aufwartung und überreichten ihm eine sehr edel gestaltete Narrenkappe, wie sie sonst nur die Mitglieder des Elferrats tragen. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass man auf den Faschingsball, den Familiennachmittag und den Kinderfaschingszug verzichten muss.

Nicht missen müssen die Hirschauer dagegen das Faschingsbier aus der heimischen Schloss-Brauerei. Dass Braumeister Hans Wild wieder um einen süffigen Gerstensaft gebraut hat, davon konnten sich Narrhalla-Präsidentin Regina Merkl und Hofmarschall Martin Merkl bei einer Kostprobe überzeugen. Brauerei-Chef Franz Dorfner hatte sie dazu eingeladen. Das Faschingsbier sei ein Vollbier „1812 Original Helles Lager“ mit 4,7 Prozent Alkoholgehalt, erläuterte er seinen Gästen und ergänzte, dass von den gebrauten zehn Hektolitern schon die Hälfte verkauft ist. Dieses Bier sei 2019 beim European Beer Star mit der Bronze-Medaille ausgezeichnet worden.

Nach dem nun fälligen Prost auf den Fasching wartete Regina Merkl mit einer Neuigkeit auf. „Am Samstag fällt zwar der Faschingszug aus. Die Hirschauer erwartet aber trotzdem eine Überraschung. Die Innenstadt wird auf jeden Fall bunt, schön bunt. Mehr wird noch nicht verraten.“ Wer also wenigstens einen Hauch Hirschauer Fasching erleben will, sollte sich am Samstag, 6. Februar, zum Marktplatz aufmachen.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.