11.03.2020 - 17:08 Uhr
HohenfelsOberpfalz

Erster Coronafall bei der US-Armee in der Oberpfalz

Der Oberste Soldat des US-Heeres in Europa arbeitet zur Vorsicht im Homeoffice. Jetzt gibt es in der Region des ersten bestätigten Fall bei der US-Armee.

US-Fallschirmjäger üben auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels. In der Garnison im Kreis Neumarkt gibt es jetzt einen Coronafall - bei einem deutschen Mitarbeiter.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Bei der US-Armee in Hohenfels (Kreis Neumarkt) ist ein deutscher Zivilangestellter positiv auf den neuen Coronavirus (Covid-19) getestet worden, teilte die US-Garrison Bavaria in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) am Mittwoch mit. Hohenfels ist ein Teil der Garnison. "Unsere Priorität ist es, die Gesundheit und die Sicherheit unseres Personals und der Familienangehörigen zu erhalten", sagte Garnisonskommandeur Oberst Adam Boyd laut Mitteilung. Um die Verbreitung des Virus zu stoppen, arbeite die Garnison auch eng mit den örtlichen deutschen Behörden zusammen.

Der 57-Jährige ist der achte bestätigte Coronafall im Kreis Regensburg. Der Mitarbeiter der Garnison wird in einem deutschen Krankenhaus behandelt. Die US-Armee prüft mögliche Kontakte des Mannes in seiner Arbeit und innerhalb der amerikanischen Gemeinde von Hohenfels in den vergangenen zwei Wochen. Ziel derartiger Maßnahmen ist es, die Infektionskette zu unterbrechen oder die Verbreitung des Coronavirus zumindest zu verlangsamen.

Erst in der Nacht zum Mittwoch war bekannt geworden, dass auch der Oberkommandierende des US-Heeres in Europa, Generalleutnant Christopher G. Cavoli, im Homeoffice arbeitet - eine Vorsichtsmaßnahme, weil er möglicherweise mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sei.

Auch Oberkommandierender in Quarantäne

Grafenwöhr

Wie das Oberkommando des US-Heeres in Europa in Wiesbaden erklärte, stimmt sich die US-Armee eng mit den deutschen Behörden ab, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Ziel sei es Soldaten und Bevölkerung zu schützen. Im Falle einer Infektion befolgen die US-Streitkräfte sowohl die Leitlinien des jeweiligen Gastlandes, als auch Vorgaben der US-Seuchenbehörde, des "Center for Disease Control and Prevention".

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