Illschwang
29.05.2018 - 11:34 Uhr

Mit Blasmusik in die Basilika

Früh aufstehen heißt es für Illschwanger Wallfahrer, wenn sie sich auf den Fußweg nach Gößweinstein machen. Vor ihnen liegen 60 Kilometer, die sie an einem Tag bewältigen.

Auf eine runde Zahl an Wallfahrten blicken (vorne, von links)  Erna Reiff, Sabine Fiedler und Inge Eichenseer zurück. Dazu gratulieren Wallfahrtsführerin Cornelia Dürgner und Pfarrer Markus Priwratzky. no
Auf eine runde Zahl an Wallfahrten blicken (vorne, von links) Erna Reiff, Sabine Fiedler und Inge Eichenseer zurück. Dazu gratulieren Wallfahrtsführerin Cornelia Dürgner und Pfarrer Markus Priwratzky.

Illschwang. (no) Traditionell ist der Samstag vor dem Dreifaltigkeitssonntag ein besonderer Tag für die Katholiken in Illschwang. 28 kamen um 2 Uhr nachts in die Kapelle des Pfarrzentrums Patrona Bavariae, um sich den Pilgersegen zu holen. Dann brachen sie mit der Wallfahrtsführerin Cornelia Dürgner auf.
An Stationen unterwegs stießen immer mehr Gläubige dazu. So wuchs die Gruppe auf 64 Personen registriert werden konnten, welche die ganze Strecke an. Der älteste Teilnehmer war mit 78 Jahren Georg Eichenseer aus Sulzbach-Rosenberg; der Jüngste mit 21 Jahren Martin Gebhardt aus Ammerthal.
Das Frühstück wurde in Kirchenreinbach eingenommen. Eine Brotzeitpause gab es in Finstermühle. Als Mittagessen servierten Mitglieder der Reservistenkameradschaft Illschwang beim Wildgehege Hufeisen den Wallfahrern Leberkäs mit Kartoffelsalat, was wieder bestens klappte. Eine Kaffeepause gab es schließlich noch in Kirchenbirkig. Wichtige Dienste leistete wieder das Begleitfahrzeug, das von der Schreinerei Hubert Englhard zur Verfügung gestellt wurde.
Zehn Personen, starteten in der Mittagszeit vom Schulplatz in Illschwang aus nach Gößweinstein. Die Leitung dieser Gruppe hatte Pfarrer Markus Priwratzky übernommen.
Mit Gebet und Gesang ging es dem Ziel entgegen. Für alle Wallfahrer war der festliche Einzug in die Basilika in Gößwein, musikalisch begleitet von der Blaskapelle aus Steinfeld, ein besonderer Moment des Tages. Der Festgottesdienst wurde vom Kirchenchor aus Schlicht mitgestaltet. Die Wallfahrt ihrer Pfarrei findet am gleichen Tag statt.
Für Pfarrer Markus Priwratzky war es der erste Besuch in Gößweinstein. Mit besonderer Freude zelebrierte er den Gottesdienst. In seiner Predigt stellte er die Gottessuche des Heiligen Augustinus, eines der großen Kirchenlehrer, in den Mittelpunkt seiner Gedanken. Ein Schlüsselerlebnis für Augustinus, so der Prediger, war ein kleiner Junge, der am Strand spielte und mit einer kleinen Schaufel das Meer ausschöpfen wollte.
Dieses kleine Erlebnis habe Augustinus klar gemacht, dass die Suche nach Gott unendlich und das Mysterium, ihn zu erfassen, nicht möglich ist. Dem Kirchenlehrer sei bewusst geworden, dass der menschliche Verstand Gott nur bruchstückhaft erkennen kann. Dank der Offenbarung durch Jesus könnten die Christen erkennen, dass Gott dreifaltig ist. Pfarrer Priwratzky betonte: "Für uns bleibt die Suche nach Gott ein immerwährendes neues Abenteuer. Wir werden im Laufe unseres Lebens immer neue Seiten an Gott entdecken können."
Nach der Rückkehr nach Illschwang wurden die Wallfahrer am Dreifaltigkeitsmarterl begrüßt und von den Fahnenabordnungen der Pfarrei zum Abschluss in die Pfarrkirche geleitet. Dort galt der besondere Dank Priwratzkys der Wallfahrtsführerin Cornelia Dürgner. Diese bedankte sich mit einem Glückskeks bei allen Pilgern und den Teilnehmern des Empfangs.
Drei Fußwallfahrer erwartete eine Ehrung. Für ihre 20-jährige Teilnahme bekam Erna Reiff einen Rosenkranz und ein Bronzekreuz. Eine Urkunde gab es für Sabine Fiedler und Inge Eichseer, die zum 25. Mal mit dabei waren.

Illschwang29.05.2018
 
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