20.02.2020 - 13:37 Uhr
IllschwangOberpfalz

Feuerwehr Illschwang zeigt bei Großbrand vollen Einsatz

Als Investition in die Zukunft sah der Kommandant der Illschwanger Stützpunktfeuerwehr, Thorsten Jobst, den Kauf von 50 signalfarbenen Schutzanzügen für die aktive Truppe im vergangenen Jahr an. Dies war nur ein Punkt der Hauptversammlung.

Eine außergewöhnliche Spendenaktion: Mathias Wankel aus Neuöd überreicht als Privatperson. einen Scheck in Höhe von 1500 Euro an den Vorsitzenden der Feuerwehr Illschwang, Georg Graf (rechts), und seinen Stellvertreter Konrad Hochholzer (links).
von Norbert WeisProfil

Jobst wies in diesem Zusammenhang bei der Jahreshauptversammlung auf die Zahl der Einsatzstunden hin, die im Vergleich zu 2018 mit noch 752 auf 1178 im Jahr 2019 gestiegen ist. Dies würde die Maßnahme rechtfertigen. Sein Dank galt der Gemeinde Illschwang, die die Anschaffung einstimmig befürwortet hatte. Großes Lob gab es für den Kommandanten für Manuel Koller, der zu diesem Projekt seitens der Wehr federführend hervorragende Vorarbeit geleistet hatte. Die Wehr steuerte 10 000 Euro bei. Von der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg gab es 500 Euro, weil das Projekt "neue Schutzanzüge" beim Wettbewerb um den Förderpreis für 2019 in die Endrunde gekommen war.

Gegenwärtig zählt die Feuerwehr Illschwang 50 Aktive und neun Jugendfeuerwehranwärter. Der Ausbildungsstand reicht von sieben Gruppen-, drei Zug-, einem Verbandsführer bis hin zu 18 Atemschutzträgern und 23 Maschinisten. Die Einsatzzahlen, so Jobst, seien im Vergleich zu den vergangenen Jahren fast gleich geblieben. Allerdings schlage der Großbrand der Scheune in Einsricht besonders zu Buche. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 46 Einsätze zu verzeichnen, welche 1178 Gesamtstunden ergeben. Die Einsätze gliedern sich in 35 Mal technische Hilfeleistung, sechs Mal Feuer und fünf freiwillige Tätigkeiten. Die Zahl der Einsätze auf der Autobahn ging von 20 im Jahr 2018 auf 13 im Bereich der A6 im Jahr 2019 zurück. Trotz guter Ausbildung, betonte der Kommandant, bergen Autobahneinsätze immer ein hohes Gefahrenpotential. Er nahm auch Bezug zu den Alarmzeiten. Während man am Wochenende sowie in den Abend- und Nachtstunden aus dem Vollen schöpfen könne, bleibt die FFW Illschwang am Vormittag und frühen Nachmittag nicht verschont. Es sei aber 2019 das erstausrückende Fahrzeug immer mit fünf Mann loszuschicken.

Um für die Einsätze fit zu sein, gab es im vergangenen Jahr 16 allgemeine Übungen, zwei theoretische Unterrichte und eine Zugübung. Die Feuerwehr machte Begehungen des Landhotels Weißes Ross und des neuen Rathauses, um im Ernstfall über entsprechende Ortskenntnis zu verfügen. Die Aktiven leisteten insgesamt 743 Übungsstunden. Die Übungsfleißigsten waren Tobias und Michael Fleghel mit 18 bzw. 16 Stunden. Jeweils die Leistungsabzeichenprüfung für die Einheit im Löscheinsatz und bei der Technischen Hilfeleistung wurde erfolgreich gemacht. Lob gab es für die Ausbilder Richard Koller und Konrad Hochholzer. Der Kommandant merkte an, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt 2020 es einsatzmäßig etwas ruhiger ist. Auch das Sturmtief Sabine habe den Einsatzbereich der Wehr verschont.

Den Bericht für die Atemschutzträger erläuterte Stefan Dürgner. Dazu gehören gegenwärtig 18 Aktive. Folgende spezielle Maßnahmen leistete dieses Team: fünf Stationenausbildungen, eine Gefahrgutübung als Zugübung und die Besichtigung des Rathauses. Dank einer professionellen Nebelmaschine konnte unter guten Bedingungen in der Waschhalle geübt werden. Bezüglich der Einsätze wies Dürgner besonders auf den größten Brand der vergangenen zehn Jahre in Einsricht hin, den die FFW zu bewältigen hatte. Von 23 ausgebildeten Maschinisten waren durchschnittlich zehn bei den drei Übungen, die 2019 angesetzt waren.

Kritisch merkte Gerätewart Dieter Purrer an, dass neun Maschinisten sich nicht beteiligt haben. Dagegen war das Mitmachen an der Gerätehauspflege und bei Instandhaltungsaufgaben wieder gut. Es haben sich 28 Aktive beteiligt. Insgesamt wurden 326 Arbeitsstunden erbracht. Durch Übernahme von praktischen Arbeiten habe die Stützpunktfeuerwehr der Gemeinde geholfen, Geld zu sparen.

Über einen sehr guten Besuch der Feuerwehranwärter freute sich Jugendwart Maximilian Herbst. Bei den insgesamt zehn Jugendübungen seien im Durchschnitt acht anwesend gewesen. Gut geklappt habe wieder die Christbaumeinsammlung. Das Nachwuchszeltlager auf Landkreisebene fand 2019 in Etzelwang statt. Im November beteiligten sich sechs Anwärter am Wissenstest, den sie in verschiedenen Stufen erfolgreich meistern. Aus zeitlichen Gründen erklärte Maximilian Herbst seinen Rücktritt als Jugendwart.

Der Vorsitzende Georg Graf berichtete von gegenwärtig 163 Mitgliedern, die zur Stützpunktfeuerwehr gehören. Er gab bekannt, dass Vereinswirt Gerhard Purrer seine Tätigkeit beenden wird. In diesem Jahr wird sich die FF Illschwang an den Festzügen aus Anlass der Jubiläen der Wehren Hohenburg, Ensdorf und Schmidmühlen beteiligen.

Schriftführer Roland Huber erwähnte die wichtigsten gesellschaftlichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Kassier Ronni Kinast erläuterte die Einnahmen und Ausgaben. Besonders erwähnte er eine Spende von 1500 Euro von Mathias Wankel aus Neuöd. Wankel wolle damit die Arbeit und das Engagement der Aktiven der Illschwanger Wehr würdigen. Georg Graf dankte dem Spender für die großartige finanzielle Unterstützung.

Bürgermeister Dieter Dehling gratulierte dem Nachwuchs zum bestandenen Wissenstest. Die Feuerwehr Illschwang ist eine gut geführte Wehr", merkte er lobend an. Die Kosten für die noch heuer anstehende digitale Alarmierung werde man als Posten im Haushalt mit einplanen. Kreisbrandinspektor Hans Sperber überbrachte die Grüße von Kreisbrandrat Fredi Weiß. Viel werde in verschiedenen Bereichen durch die Stützpunktfeuerwehr geleistet. Voll des Lobes war er über den Ausbildungsstand der Aktiven. Sein besonderer Dank galt Maximilian Herbst für die jahrelange engagierte Nachwuchsarbeit.

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