05.08.2019 - 16:31 Uhr
IllschwangOberpfalz

Katholischer Frauenbund Illschwang besichtigt Truppenübungsplatz

Die älteren Teilnehmer schwelgen beim Anblick mancher Schauplätze ihrer Jugend in Erinnerungen. Hochinteressant ist die Rundfahrt aber auch für jüngere Leute.

Eine dreieinhalbstündige Führung ermöglicht den Teilnehmern interessante Einblicke in ein sonst nicht zugängliches Gebiet.
von Norbert WeisProfil

Eine lehrreiche Halbtagesfahrt mit interessanten Einblicken in die Vergangenheit organisierte der Katholische Frauenbund Illschwang. Ziel war das Gelände des Truppenübungsplatzes Hohenfels, verbunden mit einer detailreichen Führung. Die Wege zwischen den Stationen wurden mit dem Bus zurückgelegt. Die Vorsitzende Monika Gleißner freute sich über insgesamt 38 Teilnehmer. Unter ihnen waren auch evangelische Christen und einige Männer. Norbert Witte übernahm die Führung. Es gab für ihn viel zu sagen und zu zeigen.

Erste Haltestelle war Albertshofen, das Lager der Feldtruppen. Die Baracken werden mit Erd- und Biogas beheizt. In einer Baracke sind 87 Soldaten untergebracht. Der Truppenübungsplatz gehört der Bundesrepublik. Er ist 1938 als Truppenübungsplatz der deutschen Wehrmacht entstanden. Jetzt sind die Amerikaner für das Gebiet mit einer Gesamtgröße von 16 000 Hektar verantwortlich.

Weiter ging die Fahrt vorbei an einer Panzerwaschanlage nach Schmiedheim. Dort wurde die Kirche zwar wieder aufgebaut, doch sie blieb innen leer. Nur die Fledermäuse dürfen dort wohnen. Nebenan steht eine große Mauer. Sie lässt noch erkennen, dass es sich hier um ein ehemaliges Wirtshaus handelte.

Norbert Witte erzählte von 1000 Stück Rotwild, die jährlich geschossen werden. Insgesamt gibt es im gesamten Gelände 3000 solcher Tiere. Er erwähnte 500 Wildschweine und 300 Rehe, die der Kugel zum Opfer fallen. Schafherden und Ziegen grasen die riesigen Flächen ab, damit sie nicht vollständig verbuschen. Kirchenedenhart war der letzte Ort vor dem Verlassen des Truppenübungsplatzes.

Monika Gleißner dankte Witte für die tolle Führung. Alle waren begeistert, die ältere Generation schwelgte in alten Erinnerungen. Auf der Heimreise kehrte die Gesellschaft im Gutshofhotel und Privatbrauerei Winkler zum Abendessen ein.

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