Michael Polster hat zum 1. September den Pfarrverband Illschwang-Kastl-Ursensollen übernommen. Offizielle Amtseinführung ist am Sonntag, 11. Oktober, in der Klosterkirche in Kastl. Nach der Priesterweihe 2018 im Dom zu Eichstätt durch den damaligen Bischof Gregor Maria Hanke war der 38-jährige Oberfranke – er stammt aus Neunkirchen am Brand in der Nähe von Forchheim – im Pfarrverband Berching, im Pfarrverband Hilpoltstein und die letzten zwei Jahre im Pfarrverband Greding tätig. Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien ging es vorrangig um die Frage, wie sich Michael Polster seine zukünftige Arbeit vorstellt.
"Ich bin schon sehr gespannt auf meine neue Aufgabe. Ich freue mich auf die Menschen, denen ich Wegbegleiter und Seelsorger sein darf," merkte er zu Beginn an. Für ihn sei es wichtig, den Menschen zuzuhören und sie in guten, wie in schlechten Zeiten zu begleiten. Kirchliches Leben und Dienst am Menschen sind für Polster die zwei Fundamente, auf denen das Christ sein fußt.
Phase des Kennenlernens
Er bat darum, dass ihm die Gläubigen in den drei Pfarreien eine Phase des Kennenlernens zubilligen. Der neue Pfarrer möchte in persönlichen Gesprächen zunächst einmal in die Leute hineinhören. Er könne als Pfarrer nur Angebote machen. Entscheidend seien die Menschen, ob und wie sie darauf eingehen. Es gehe ihm darum, auf dem Weg des Glaubens ein Wegbegleiter zu sein. Dazu passe gut ein Satz, den der Stadtpfarrer von Greding bei seiner Verabschiedung im Juli 2026 gesagt hat: "Er hat die Gabe, Menschen, von den Kindern bis zu den Senioren, mitzunehmen und für die Kirche zu begeistern."
Wenn es ihm zeitlich möglich sei, werde er gerne auch zum Früh- oder Dämmerschoppen kommen, um mit möglichst vielen Pfarreiangehörigen ins Gespräch zu kommen, sagt Polster. Dies sei an seinen früheren Wirkungsorten sehr positiv wahrgenommen worden. Im Pressegespräch zeigte er sich als Naturliebhaber. Der Garten ist für ihn ein besonderer Rückzugsort. Er erzählt davon, wie er an seinem Dienstsitz in Ursensollen nicht nur das Rascheln der Blätter des Walnussbaums genoss, sondern auch die Nüsse erntete. Schon seit Beginn seiner seelsorgerischen Tätigkeiten sei er oft mit dem Auto unterwegs. Er genieße an seiner neue Stelle die landschaftliche Schönheit, die ihm der Pfarrverband biete.
Wichtig ist die Teamarbeit
Wichtig ist Pfarrer Polster die Teamarbeit mit den Beschäftigten im Pfarrverband. Er freue sich, dass es mit Pfarrvikar Yeruva einen Priester vor Ort gibt, mit dem er sich die seelsorgerische Arbeit teilen kann. Waltraud Geitner sei nicht nur als Religionslehrerin im Einsatz, sondern kümmere sich auch um die Firmvorbereitung, sei in der Seniorenarbeit tätig und führe das Trauercafé. Die pastorale Mitarbeiterin Bettina Bösl werde sich auch weiterhin um die Vorbereitung von Kindergottesdiensten kümmern. Sie habe auch schon ein paar Projekte im Hinterkopf. Die drei Pfarrsekretärinnen haben ihm schon erste Einblicke in die Verwaltungsarbeit vermitteln können.
Ein neues Aufgabenfeld ist für ihn das konfessionelle Miteinander im Pfarrverband. Während die Gemeinden Kastl und Ursensollen überwiegend katholisch sind, gibt es in Illschwang, nach dem letzten Zensus, mehr evangelische Gläubige. Die Kirche St. Vitus wird zum Beispiel von beiden Konfessionen als Simultankirche genutzt. Michael Polster will erstmal abwarten, bis die evangelische Pfarrstelle wieder besetzt ist. Dann werde er Gespräche über das zukünftige Miteinander führen.
Kräfte bündeln
Er äußerte sich auch zu seinen Vorstellungen bezüglich des Pfarrverbands. Einen großen Vorteil sieht er darin, dass die Möglichkeit besteht, Kräfte zu bündeln. Ziel sei es, zum Wohle der Pfarreiangehörigen verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Es sollte seiner Meinung nach darum gehen, von den beteiligten Pfarreien zu lernen und Gepflogenheiten gegebenenfalls zu übernehmen. Den Pfarrgemeinderäten sprach er dabei eine besondere Rolle zu.
Sehr wichtig ist für Michael Polster die Ministrantenarbeit. Die Minis seien bezüglich des zukünftigen kirchlichen Lebens sehr wichtiges Kapital. Er selbst war früher in Neunkirchen am Brand Oberministrant. Für ihn ist der persönliche Kontakt mit den Messdienern von großer Bedeutung. Bei der Sonntagsmesse ist er gerne früher da, um sich mit den Kindern unterhalten zu können.




















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.