25.04.2019 - 12:00 Uhr
Ilsenbach bei PüchersreuthOberpfalz

Kunst, Natur und Geschichte im Einklang

Künstler der Region haben ihre Inspiration in der Landschaft rund um St. Quirin gefunden. Der Spaziergänger kann auf dem Skulpturenweg Ilsenbach teilhaben - Teil 1 des Wandertipps.

Das ehemalige Mesnerhaus.
von Rainer ChristophProfil

(cr) Am Rundwanderweg Ilsenbach entstanden in den vergangenen Jahren mehrere Skulpturen, die sich harmonisch und bereichernd in die Natur einfügen. Vielseitige, handwerklich begabte Künstler aus der Region haben sich dafür mit ihrer Heimat, mit aktuellen Themen und mit der Geschichte rund um diesen Wanderweg auseinandergesetzt. Kunst und Natur im Einklang wird zu einem romantischen Erlebnis für alle, die sich auf den Weg machen. Das Ergebnis sind Skulpturen von ungeahnter Ausdruckskraft.

Tipp: Beginnen Sie die Wanderung nach der Besichtigung des trutzig wirkenden Kirchleins, das St. Johannes dem Täufer geweiht ist. Die Ortskirche steht inmitten des Dorffriedhofs von Ilsenbach, im Inneren ein kleiner Akanthusaltar. Die offizielle Erstnennung der Kirche datiert aus dem Jahr 1332.

Der Rundwanderweg beginnt am Ortsausgang von Ilsenbach in Richtung St. Quirin/Rotzendorf. Hier kann das Auto auf einem kleinen Wanderparkplatz geparkt werden. Die Übersichtskarte zeigt, dass die gesamte Wegstrecke ungefähr zwölf Kilometer lang ist. Bei normalem Tempo kann sie zu Fuß in zirka drei bis vier Stunden bewältigt werden.

Den Weg bereichern Stelen überwiegend bekannter, regionaler Künstler und Steinmetze, wie Günter Mauermann (Weiden), Rüdiger Goedecke (Püchersreuth), Barbara Hierl (Nabburg), Astrid Kriechenbauer (Rotzendorf), Klaus Kuran (Püchersreuth), Klaus Neugirg (Thumsenreuth), Karl-Hans Bergauer (Waldsassen) und Hans Burmeister (Bremen). Bei den Granitstelen handelt es sich meist um Flossenbürger Granit, hinzu kommen Materialien wie Alteisen, Eisen, Eichenholz oder Zirbelkiefer. Unterstützt wurde die Idee vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Regensburg.

Bei den vier Quirinstelen von Barbara Hierl geht es vorwiegend um das Leben des Heiligen Quirinus, eines römischen Tribuns, Patron der Wallfahrtskirche, und dessen Tochter Baldbina. Günter Mauermanns Granitskulptur auf dem Weg vor dem ehemaligen Mesnerhaus verweist durch einen Mann mit Pilgerfahne, wohin der Weg zur Kirche führt.

Astrid Kriechenbauer nimmt die "Zeit" ins Visier. Inspiriert durch das gleichnamige Gedicht von Herrmann Hesse erinnert sie an die Kronburg, eine ehemalige Turmhügelburg, die nur mehr im Ansatz im Gelände erkannt werden kann. "Die Zeit heilt alle Wunden, die Natur hat sich ihren Platz zurück geholt und die Burg Schritt für Schritt verschwinden lassen", sagt die Künstlerin. Dazu gehört auch die, in der Oberpfälzer Geschichte verankerte und im historischen Atlas des Landkreises Neustadt/WN verzeichnete, nahe gelegene Kronmühle.

1355 wurde sie in der Regierungszeit Kaisers Karl IV. erwähnt, rund 300 Jahre gehörte sie zur Lobkowitzer Herrschaft. 1961 war die Mühle Teil der Gemeinde Ilsenbach. Es lebten dort noch 15 Personen.

Die Übersichtskarte zeigt, dass die gesamte Wegstrecke ungefähr zwölf Kilometer lang ist. Bei normalem Tempo kann sie zu Fuß in zirka drei bis vier Stunden bewältigt werden.
Regionale Künstler und Steinmetze wie Günter Mauermann aus Weiden schufen Stelen für den Rundwanderweg.

Hier geht es zum zweiten Teil:

Püchersreuth

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