02.01.2020 - 10:51 Uhr
Oberpfalz

Den inneren Schweinehund überwinden

Nur zu gerne hören wir auf ihn, verschieben Dinge, lassen uns ausbremsen. Schnell wird aus einem "Nicht jetzt" ein "Nie". Wandeln Sie gute Vorsätze in Gewohnheiten um, rät die OWZ-Glücksexpertin und setzen Sie sich realistische Ziele.

Sie wollen im neuen Jahr mehr Sport treiben? Fangen Sie erst einmal kleiner an und machen Sie es sich zur Gewohnheit.
von Autor EWAProfil

Eigentlich haben Sie sich vorgenommen, im neuen Jahr mehr Sport zu machen, sich gesünder zu ernähren, die Wohnung auf Vordermann zu bringen oder sich ehrenamtlich zu engagieren? Stattdessen hängen Sie auf dem Sofa vor dem Fernseher herum und stopfen Schokolade oder Chips in sich hinein, können sich nicht aufraffen? Dann hat wohl mal wieder Ihr innerer Schweinehund die Kontrolle übernommen.

Dieser schlägt immer erst einmal den einfachsten und bequemsten Weg vor, die Gemütlichkeit, das Bleiben in der eigenen Komfortzone. Von Neuen und Unbekannten hält er nicht viel - und erst recht nicht von geistiger oder körperlicher Anstrengung. "Das hat doch noch Zeit", flüstert er uns gerne zu. "Morgen ist auch noch ein Tag. Oder übermorgen. Oder überübermorgen ..." Nur zu gerne hören wir immer wieder auf ihn, verschieben die Dinge, die wir uns eigentlich vorgenommen haben, lassen uns ausbremsen. Und nur zu schnell wird aus einem "Nicht jetzt" ein "Nie".

Glücklich macht uns das nicht. Wie sagte der Journalist Sigmar Schollak einmal so schön: "Der Klügere gibt vielleicht nach, aber niemals auf." Lassen Sie uns also unserem inneren Schweinehund endlich einmal Beine machen - das gelingt am besten mit einer großen Portion Optimismus. Glauben Sie an sich selbst. Ebenfalls wichtig: sich realistische Ziele setzen. "Bei unrealistischen Zielen beißt der innere Schweinehund sofort zu", erklärt auch Sportpsychologe Christian Heiss. "Dann scheitert man schon gedanklich oder beim ersten Versuch."

Sie haben sich vorgenommen, endlich wieder regelmäßig zu laufen? Dann starten Sie doch erst einmal mit einer täglichen Runde von einigen Kilometern durch den Park, statt sofort für den nächsten Marathon zu trainieren. Das neue sportliche Vorhaben sollte dann jedoch auch ganz oben auf der persönlichen Prioritätenliste stehen. "Denn sonst geht es wieder im Alltag unter", so der Experte. Lassen Sie sich auch auf keinerlei Diskussionen mit Ihrem inneren Schweinehund ein, machen Sie einfach das, was Sie sich vorgenommen haben - und zwar so lange, bis es zur Gewohnheit geworden ist.

"Gewohnheit ist eine subjektive Notwendigkeit", wusste schon Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Der Trick ist es also, gute Vorsätze in Gewohnheiten umzuwandeln. Und so gelingt das auch: Machen Sie sich einen Plan, lassen Sie keine Ausreden gelten, suchen Sie Gleichgesinnte, die Sie motivieren. Und belohnen Sie sich ruhig auch einmal selbst, wenn Sie etwas geschafft haben, das Sie sich vorgenommen haben. Feiern Sie Ihre Erfolge und machen Sie sich immer wieder bewusst, wie glücklich Sie diese machen.

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