Deutschland und die Welt
21.12.2018 - 19:05 Uhr

Jim Mattis, ein Patriot

Jim Mattis war für viele in Europa und den USA der letzte Hoffungsträger innerhalb der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Sein Rücktritt ist ein Alarmsignal, meint Alexander Pausch.

Kommentar von Alexander Pausch
Im Mai 2017 besuchte US-Verteidigungsminister Jim Mattis (Mitte) das deutsche Nato-Bataillon in Litauen. Rechts der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach (Kreis Schwandorf), Oberstleutnant Christoph Huber. Bild: DOD-Photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr
Im Mai 2017 besuchte US-Verteidigungsminister Jim Mattis (Mitte) das deutsche Nato-Bataillon in Litauen. Rechts der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach (Kreis Schwandorf), Oberstleutnant Christoph Huber.

Nichts beschreibt den Unterschied zwischen Jim Mattis und Donald Trump besser als eine kleine Anekdote aus dem Jahr 1998. Mattis, damals im Rang eines Brigadegenerals, hatte an Weihnachten für einen jungen Offizier mit Frau und Kind dessen Dienst übernommen. Warum solle er mit seinem kleinen Christbaum am Weihnachtsmorgen alleine zu Hause sitzen, wenn es einen Offizier gebe, der an diesem Tag bei Frau und Kindern sein könne, habe dies der Jungeselle Mattis begründet, berichtete der damaliger Kommandeur des Marine Corps, General Charles Krulak.

Mattis, der in seiner aktiven Zeit als Warrior Monk (Krieger-Mönch) tituliert wurde, hat ein tiefes Verständnis für Werte, Loyalität und Verantwortung gegenüber seinen Kameraden, den Mitmenschen sowie gegenüber den USA und den Verbündeten. Trump dagegen fehlt jedes Verständnis für diese Tugenden. Der Rücktritt des US-Verteidigungsministers ist ein Alarmruf - gerichtet an die Amerikaner, aber auch an die Europäer. Es wäre gut, es nicht zu überhören.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.