26 Jungbullen eines Bio-Landwirts waren am Nachmittag des 15. Mai von einer Weide zwischen Kastl und Troglau entlaufen. Sie hatten den Zaun durchbrochen und sich anschließend im Hessenreuther Wald versteckt. Wegen des riesigen Gebiets war die Suche extrem schwierig. Insgesamt etwa 70 Personen, darunter viele Jäger, halfen mit, die Tiere aufzuspüren. Mehrmals kamen auch Drohnen zum Einsatz, außerdem extra dafür angeschaffte Futterraufen mit Fressgittern.
Nach und nach gelang es so, die Tiere einzufangen. Anfang Juni waren 17 Jungbullen wieder auf dem Biohof, einen Monat später noch einmal vier. Einen weiteren Monat später sind nun auch die restlichen fünf Rinder endlich wieder daheim. "Seit 3. August sind alle wieder da", sagt der heilfrohe und spürbar erleichterte Landwirt nun im Telefonat mit Oberpfalz-Medien.
Die vier letzten Ausgebüxten hätten schon "den Instinkt von Wildtieren" gehabt. Die schlauen Vierbeiner hätten die Futterraufen nicht mehr angenommen, am Ende war ein selbst konstruiertes "Falltor mit Selbstauslöser" in einem "großflächigen Laufgitter" die Lösung. "Das war das Tiergerechteste, was wir machen konnten", meint der Mann. Am Ende sei alles innerhalb von zwei Tagen "relativ schnell gegangen". Die vier Jungbullen hätten sich auf einem Territorium von 30 bis 50 Hektar befunden und seien jeden Tag gefüttert worden, um sie anzulocken.
Jedenfalls seien alle unversehrt wieder auf der Weide. Einen Tierarzt habe es nicht gebraucht, durch das knapp dreimonatige Training im Hessenreuther Wald seien die Rinder "sehr fit und sportlich", sagt der Bio-Landwirt. Den Weidezaun habe er repariert und zusätzlich mit gelb leuchtenden Litzen sowie weiteren Bändern versehen, um einen erneuten Ausbruch zu verhindern. Außerdem könnten die Bullen die Abgrenzung so besser wahrnehmen. Am Ende dürfen sich auch die vielen Helfer freuen, für die der Kastler nun ein Fest organisiert hat.



















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