Da waren's nur noch fünf: So viele Jungbullen, die Mitte Mai von einer Weide zwischen Kastl und Troglau entlaufen waren, sind noch "abtrünnig" (Stand: 1. Juli). "21 haben wir jetzt", wie der Kastler Bio-Landwirt, dem die Tiere gehören, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien am Mittwochmittag informiert. "5 sind noch unterwegs."
26 Rinder hatten am Nachmittag des 15. Mai den Zaun der Weide durchbrochen und sich anschließend im Hessenreuther Wald versteckt – ein riesiges Gebiet. Mit der Zeit gelang es dem Landwirt dennoch mit Unterstützung von etwa 70 Helfern, unter denen auch einige Jäger waren, immer wieder Jungbullen einzufangen: einige wurden mit Hilfe einer Drohne entdeckt, andere mittels mobiler Futterraufen wieder nach Hause geholt. Vom Landratsamt Tirschenreuth hatte der Bio-Landwirt sogar eine Genehmigung bekommen, Profijäger einzusetzen.
Mit dem Einsatz von Futterraufen und -gittern gelang es nun auch, 4 der noch vermissten Tiere zu schnappen. "Wir haben sie mit Futter angelockt", erzählt der Kastler. Scheinbar hätten die Rinder Hunger gehabt. Im Wald würde das Futterangebot "vom Gras her" zwar passen, "die bekommen da schon was", weiß er. Dennoch scheint die Methode mit den Futterfallen immer wieder erfolgreich zu sein.
Mit diesen Raufen werde weiterhin versucht, die noch vermissten Rinder einzufangen. Hinweise aus der Bevölkerung und von Verkehrsteilnehmern seien nicht eingegangen. "Die Tiere sind mehr im Wald unterwegs." Und: "Wir wissen, wo sie sind", zeigt sich der Landwirt optimistisch, auch die fünf noch abgängigen Jungbullen zu finden.

























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