Kemnath am Buchberg
15.01.2019 - 10:37 Uhr

Haflingerzüchter Kemnath sehen sich bestens aufgestellt

„Die Zukunft gehört den Haflingern“ - wie das Jahresmotto zeigt, blicken die Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath voller Optimismus in die Zukunft. Bei der Jahreshauptversammlung sehen sie sich bestens aufgestellt.

Vorsitzender Lorenz Gebert (links), sein Stellvertreter Robert Zimmermann jun. (hinten Mitte) und der Vorsitzende des Zuchtverbandes, Hubert Berger (rechts), zeichnen Mitglieder der Haflingerzüchter Kemnath mit Ehrennadeln und Urkunden aus (vorne, von links): Ewald Kötzendörfer, Hugo Kirsch, Maria Scheffmann und Norbert Schedl aus. Auch der restliche Vorstand gratuliert. Bild: ads
Vorsitzender Lorenz Gebert (links), sein Stellvertreter Robert Zimmermann jun. (hinten Mitte) und der Vorsitzende des Zuchtverbandes, Hubert Berger (rechts), zeichnen Mitglieder der Haflingerzüchter Kemnath mit Ehrennadeln und Urkunden aus (vorne, von links): Ewald Kötzendörfer, Hugo Kirsch, Maria Scheffmann und Norbert Schedl aus. Auch der restliche Vorstand gratuliert.

Gut besucht war die Zusammenkunft im Gasthaus Alois Luber in Kemnath, als gleich zu Beginn Vorsitzender Lorenz Gebert und sein Stellvertreter Robert Zimmermann aus Schwarzkofen gemeinsam mit Vorsitzendem Hubert Berger vom Pferdezuchtverband Niederbayern/Oberpfalz verdiente und langjährige Mitglieder ehrte.

Den Reigen der Berichte eröffnete Gebert in seiner Doppelfunktionen als Vorsitzender und Geschäftsführer. Er erinnerte an die Jahreslosung: „Die Haflinger haben Zukunft, sowohl die Pferde als Rasse als auch der Verein mit seinen Mitgliedern.“ Mitgliederstand und Mitgliederbeteiligung seien sehr positiv, fügte er an. Aktuell zähle der Verein 218 Mitglieder und damit so viele wie noch nie seit der Vereinsgründung 1966.

Dass der Verein zukunftsorientiert geführt wird, belegen laut Gebert vier erfolgte Zuchtprogramme für erfolgreiche Leistungsprüfungen, Bedeckungen, Stutbucheintragungen und Hengstkörungen. Monatlich gebe es Züchterreferate zu Themen wie der Reittherapie. Der Vorsitzende sah den Verein für die Zukunft gut aufgestellt mit einem festen Bestand an Liegenschaften, etwa einem gut gepflegten vereinseigenen und 1219 Quadratmeter großen Grundstück mit Geräteschuppen und erweitertem Inventar samt Grillstand und Spültisch. Gebert betonte, dass nach der Zucht von Haflingern die Förderung heimischer Kultur und die Pflege christlichen Brauchtums eine vorrangige Stellung im Vereinsleben einnehmen. „Der Pfingstritt ist mittlerweile zum Selbstläufer geworden, er ist unser gesellschaftliches Aushängeschild und unsere Finanzbasis“, stellte er fest.

„Nur bedingt fit ist der Verein in Bezug auf seine Infrastruktur bei der Ämterbesetzung“, bedauerte Gebert. Denn im engeren Vorstand müsse er die Ämter des Vorsitzenden und des Geschäftsführers in Doppelfunktion ausführen, für Hans Weich aus Hirschau habe die Ausschussposten des Zuchtleiters und des Hengsthalters inne. „Vier Ämter in zwei Händen, das ist ein unguter Zustand, den es baldigst zu bereinigen gilt“, sagte Gebert. Das geschah dann auch: Josef Fruth aus Mörsdorf wurde zum Hengsthalter des Vereins gewählt.

Eine Kampagne zur Züchterwerbung ist laut Gebert in Vorbereitung. Als Defizit und belastend wertete er das mangelnde Interesse und die fehlende Leidenschaft für die aktive Zucht von Haflingerpferden insbesondere bei den jüngeren Mitgliedern. Die Bildung einer neuen Reitabteilung werde ins Auge gefasst.

Vize Robert Zimmermann jun. aus Schwarzhofen listete für 2018 die Beteiligung an zwölf externen Auftritten und Veranstaltungen auf, darunter die Ritte in Nabburg, Tännesberg und Perschen. Dank des sehr erfolgreichen Pfingstritts konnte Kassier Georg Bauer aus Schmidgaden ein großes Plus für 2018 vermelden.

Der Jahresrechenschaftsbericht von Zuchtleiter und Hengsthalter Hans Weich, den Lorenz Gebert vortrug, wies aus, dass 51 Züchter des Vereins mit einem Stutenbestand von 40 Haflingern und 17 Edelbluthaflingern noch Mitglied im Pferdezuchtverband Niederbayern/Oberpfalz sind. Bei sieben Deckhengsten auf Station im ganzen Verbandsgebiet hätten nur 17 Bedeckungen stattgefunden. „Eine sehr bedenkliche Tendenz in der Zucht. Hier müssen wir Abhilfe schaffen“, sagte Gebert.

In seinem Referat schilderte Hubert Berger die Entwicklung der Haflingerzucht im Verband und bestätigte die rückläufige Tendenz bei den Kemnather Haflingerzüchtern.

Ehrungen:

Treue Mitglieder geehrt

Die Mitglieder der Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath am Buchberg sind über ganz Bayern und darüber hinaus verteilt: von Zwönitz in Sachsen im Norden bis Garmisch-Partenkirchen im Süden, von Waidhaus im Osten bis Fürth im Westen. Bei der Versammlung erhielten Norbert Schedl aus Tännesreuth bei Bärnau und Evelyn Zwack aus Leuchtenberg die Ehrennadel in Bronze für 15 Jahre Treue zum Verein. Die Vereinsehrennadel in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft ging an Inge und Richard Iberl aus Großschönbrunn, Brigitte Reng aus Mertenberg, Maria Scheffmann aus Aschach, Johannes Bauer aus Kemnath und Ewald Kötzendörfer aus Steinling bei Edelsfeld. (ads)

 
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