15.10.2020 - 11:09 Uhr
KemnathOberpfalz

„digiARTiges“ in vielen Facetten

Fotograf Rainer Sollfrank aus Kemnath stellt ab 20. Oktober seine Werke im Porzellanmuseum Mitterteich aus.

"Kleiner Strudel" ist dieses Werk von Rainer Sollfrank überschrieben, das den Betrachter ins Waldnaabtal eintauchen lässt.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Der Kemnather Fotograf Rainer Sollfrank zeigt wieder einmal einen kleinen Querschnitt seines Schaffens – „digiARTiges“ ist die Ausstellung überschrieben, die ab 20. Oktober im Café des Porzellanmuseums Mitterteich gezeigt wird. Knapp 40 Werke sind es, die den Betrachtern präsentiert werden. Zu sehen gibt es erstmals Landschaftsbilder des Waldnaabtals und aus dem Naturschutzgebiet Doost, die erst in den vergangenen Wochen und Monaten entstanden sind. „Ich habe versucht, sie im Stil von Cézanne zu gestalten, sie sind also kopistisch angehaucht“, so Sollfrank.

Zweiter Bestandteil der Ausstellung sind verschiedene Collagen Sollfranks, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Der Begriff Collage, so der Künstler, komme aus dem Französischen und sei mit Klebebild zu umschreiben. „Diese reizvolle Spielerei, die besonders illusionistische Effekte bewirkt, wurde im Jahr 1910/1911 von Braque und Picasso in die moderne Kunst eingeführt“, so Sollfrank.

Wer die Bilder betrachtet, wird erkennen, dass sie oftmals sehr abstrakt gehalten sind, ja über einen surrealen Touch verfügen. Freuen dürfen sich die Besucher in Mitterteich bei den lichtecht gedruckten Werken auf eine große Farbenbreite und -intensität, die den Charakter von Kompositionen erreichen. „Beim Erstellen eines Bildes gehe ich nie von einem Titel aus, der vorher gefasst wurde. Ich lasse mich leiten, ja manchmal kann es sein, dass nicht ich das Bild male, sondern das Bild mich“, so Sollfrank. Die Collagen seien deswegen selten abgeschlossene Bildkompositionen, sie sollen weiter im Betrachter transformiert werden, denn, so Sollfrank, „nichts ist so beständig wie die Veränderung“. Er hofft, dass die Bilder bei den Besuchern eine rege Diskussion auslösen.

Die gezeigten Werke sind allesamt gerahmt und stehen auch zum Verkauf. Die Ausstellung dauert bis zum 17. Januar 2021 und ist zu den normalen Öffnungszeiten des Museums geöffnet.

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