04.08.2020 - 13:03 Uhr
KemnathOberpfalz

„Fehlinterpretiert“ und „unberechtigt“

Überlegungen der Gemeinde Immenreuth, eventuell der VG Kemnath beizutreten, sind seit Juli vom Tisch. Allerdings gaben die in der Berichterstattung dafür aufgezeigten Gründe VG-Vorsitzendem Roman Schäffler Anlass, Stellung zu beziehen.

Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler (2020)
von Holger Stiegler (STG)Profil

"Diese Entscheidung wird vonseiten der Stadt Kemnath selbstverständlich 100-prozentig respektiert und akzeptiert", sagte Kemnaths Bürgermeister und VG-Vorsitzender Roman Schäffler am Montag in der Sitzung des Stadtrats. Jedoch sei in dem Artikel die Einschätzung wiedergegeben worden, dass sich eine negative Tendenz bei den Mitgliedsgemeinden der VG bezüglich eines Eintritts der Gemeinde Immenreuth abzeichne.

Zeitspanne zu kurz

Hierzu führte Schäffler aus, dass er am 4. Juni per E-Mail angefragt worden sei, ob er bis zum 18. Juni Bescheid geben könnte, wie er einen Antrag auf VG-Beitritt der Gemeinde Immenreuth sehen würde. "Eine Aussage für die Stadt Kemnath wäre vor dem Hintergrund noch benötigter weitergehender Sachverhalte hinsichtlich rechtlicher, organisatorischer, zeitlicher und finanzieller Aspekte unausgewogen und damit ein Schnellschuss gewesen", erklärte Schäffler. Dies sei - frei von jeder Wertung - der einzige Grund, warum auf eine derart richtungsweisende Entscheidung zunächst in der erbetenen Zeitspanne keine Antwort der Stadt erfolgt sei.

Als frisch gewählter Gemeinschaftsvorsitzender und auch ehemaliger Kämmerer mit 34 Jahren VG-Erfahrung kann ich diese Einschätzung keinesfalls teilen.

VG-Vorsitzender und Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler

VG-Vorsitzender und Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler

"Eine negative Tendenz hieraus abzuleiten, ist eine völlige Fehlinterpretation", betonte der Rathauschef. Die Stadt stehe als Mitglied einer Vielzahl von interkommunalen Allianzen dem Gedanken der interkommunalen Zusammenarbeit auf allen Ebenen immer offen gegenüber. "Allerdings sind Vorgespräche, die leider in unserem Fall nicht stattgefunden haben, über Art und Wege der Zusammenarbeit unerlässlich."

Ebenfalls nicht einverstanden zeigte sich der Kemnather VG-Vorsitzende mit der wiedergegebenen Einschätzung, dass die Mitarbeiter der Gemeinde Immenreuth innerhalb der VG keine gehobenen Posten besetzen könnten und daher zu befürchten sei, dass es für diese eine Rückstufung mit negativen Auswirkungen gebe. "Als frisch gewählter Gemeinschaftsvorsitzender und auch ehemaliger Kämmerer mit 34 Jahren VG-Erfahrung kann ich diese Einschätzung keinesfalls teilen", betonte Schäffler. Gutes Personal werde immer - auch bei der VG Kemnath - gesucht und tarifgerecht eingruppiert beziehungsweise laufbahngerecht besoldet.

Sehr gute Aufstiegschancen

Aus der laufenden Praxis der Personalbewirtschaftung heraus erhielten VG-Mitarbeiter sowohl durch die Zuweisung von höherwertigen Tätigkeiten als auch durch weitergehende Qualifikationsmaßnahmen sehr gute Aufstiegschancen. Nur so könne eine qualifizierte und effizient arbeitende Verwaltung zur Erledigung der vielfältigen Aufgabenstellungen aufgebaut und erhalten werden.

Die entsprechende Sitzung des Immenreuther Gemeinderates können Sie hier nachlesen

Immenreuth

"Die von einem Mitglied des Gemeinderats Immenreuth ohne detaillierte Kenntnisse von Raum-, Personal- und Organisationsplanungen der VG Kemnath in den Raum gestellten Vorbehalte oder gar Ängste über Perspektiven ihres Personals sind unberechtigt und auch nicht sachgerecht", stellte Schäffler fest.

Abschließend betonte er, dass dem Wunsch einer stärkeren interkommunalen Zusammenarbeit, wie er dem Zeitungsartikel zu entnehmen sei, seitens der Stadt Kemnath ebenfalls zu 100 Prozent beigepflichtet werden könne.

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