Jährlich haben mehrere Fußwallfahrten das Gnadenbild der Unversehrten Mutter in der 1666 in Form einer Wehrkirche errichteten Wallfahrtskirche Mariä Namen. Nach dem Mittagessen in Berg bei Neumarkt im Hotel Lindenhof besichtigten die Teilnehmer das Kloster Gnadenberg im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Berg. "Dieses Kloster wurde 1426 von Pfalzgraf Johann I. von Neumarkt und seiner Gattin Katharina als erstes Brigittenkloster in Süddeutschland gegründet und im Dreißigjährigen Krieg zerstört", erklärte die Führerin. 1430 kamen die ersten Mönche aus Dänemark in das als Doppelkloster angelegte Kloster des Brigittenordens (Erlöserordens). In diesem Konvent lebten 60 Nonnen und maximal 25 Männer. "Hier gaben die Frauen den Ton an", erzählte die Führerin. Sie kümmerten sich um die wirtschaftlichen Belange. Vor der Reformation war das Kloster bei den Wallfahrern sehr beliebt. Mit der Säkularisation in Bayern zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde auch dieses Nachfolgekloster aufgelöst. Die Klostergüter und die Ruine kamen in Privatbesitz. Letztere erwarb der bayerische Staat 1898. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden Teile der Ruine abgebrochen und in die Südecke der Kirchenruine ein Haus eingebaut.
Heute befinden sich die Ruinen der Klosterkirche mitten in dem kleinen Ort Gnadenberg. Nur die Außenmauern aus hellbraunem Sandstein mit ihren riesigen gotischen Fenstern stehen noch. Ein Gebäude des Klosters aber ist erhalten geblieben. Dieses hat die Gemeinde für eineinhalb Millionen Euro saniert. Zuletzt war das Klostergebäude mit einer Notsicherung vor dem Einsturz gerettet worden. Am Anschluss an die Führung war noch Zeit für einen Nachmittagskaffee in der Klostergaststätte.














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