Erneut dürfte es im Laufe des Dienstags im westlichen Landkreis Tirschenreuth zu mehreren sogenannten Schockanrufen gekommen sein. Dies teilte die Polizeiinspektion Kemnath mit. "Die Betrüger riefen ältere, alleinstehende Personen an und gaben sich am Telefon als Sohn/Tochter oder Enkel aus", schreibt Polizeihauptkommissar Norbert Geyer. Sie behaupteten mit weinerlicher Stimme, einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, bei dem eine andere Person getötet worden sei.
Das Gespräch sei dann von einer männlichen Person übernommen worden, die sich als Angehöriger der Polizei Bayreuth ausgab und einen Geldbetrag oder Schmuck als Sicherheit forderte, damit der Angehörige wieder auf freien Fuß gesetzt werden kann. In keinem der gemeldeten Fälle sind die Geschädigten Anrufer jedoch auf die Forderungen eingegangen, so dass es zu keiner Geldübergabe gekommen ist.
Da es momentan öfter zu solchen Anrufen kommt, warnt die Polizei nochmals eindringlich vor dieser "fiesen Masche". Um nicht selbst Opfer zu werden, sollten folgende Hinweise beachtet werden:
- Seien Sie immer misstrauisch und bewahren Sie trotz emotionaler Betroffenheit Ruhe.
- Lassen Sie sich am Telefon keine Informationen über Angehörige und Freunde entlocken.
- Merken Sie sich die Telefonnummer des Anrufs, falls diese angezeigt wird.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an fremde Personen.
- Rufen Sie zur Überprüfung die betreffenden Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer an.
- Bedenken Sie: Niemals kann man einer Strafverfolgung durch die Zahlung einer hohen Geldsumme entgehen.
- Sobald Ihnen etwas verdächtig vorkommt, legen Sie einfach auf.















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