Schneewittchen trifft Gefangene

Beim Fasching der Pfadfinder Kirchenlaibach ist einiges los.

Beim Kinderfasching der Jungpfadfinder Kirchenlaibach treffen Gefangene auf Schneewittchen oder Bären auf Football-Spieler.
von Autor HAIProfil

Kinderfasching für die Wölflinge und Jungpfadfinder, Aftershowparty für die Pfadfinder und Rover. In einer Kombination und gestaltung der besonderen Art waren am späten Freitagnachmittag und frühen Abend die Närrinnen und Narren los beim Pfadfinderfasching im Pfarrheim. In den Jugendräumen wimmelte es regelrecht vor putzigen Tier- und Märchenfiguren und Gestalten aus dem Reich der Phantasie. Über vier Stunden wurde gespielt, getanzt und gelacht, was das Zeug hielt. Dabei hatte sich die Leiterrunde ein besonderes Programm, bespickt mit vielen Überraschungen ausgedacht. Das begann schon damit, dass sich die Führungscrew Kerstin Teufel, Thea Koch, Anna und Christian Hübner, Magdalena Hammon, Timo Busch, Franziska Hauer, Robert Schultes, Christina Hübner und Carina Schmidt ein Motto ausgedacht und sich ins Outfit von Häftlingen mit Handschellen, Ketten und Strafgefangenenkleidung geworfen hatte. Aber auch die Kinder kamen putzig geschminkt und in den verschiedensten Kostümen. So waren in der Narrenhorde ein Oktopus, ein Footballspieler, ein Schneewittchen und eine Minnie Maus ein Blickfang. Ebenso tummelten sich zahlreiche Einhörner, Jäger, Ninjas und Bären unter den Gästen. "Alles mögliche war da", resümierte am Ende eine sichtlich begeisterte Leiterin der Wölflinge Christina Hübner. Bei den Spielen hatten die Leiter gezielt auf eine gute Mischung an Gruppenspielen und Einzelwettbewerben geachtet. "Wir wollten bewusst den Gruppengeist durch Interaktion fördern und stärken, aber auch die einzelnen Fähigkeiten herausfordern", so Stammesvorsitzende Thea Koch. So wurden mit einer ganz besonderen Note Spiele gespielt wie beispielsweise das Zeitungstanzen, die Reise nach Jerusalem, das Schokokusswettessen und der Eierlauf. Christina Hübner und Carina Schmidt moderierten die Tänze und Wettbewerbe. Auch für leckeres Essen und Trinken war gesorgt. So gab es von Magdalena Hammon und Christian Hübner frisch gebackene Pizzabrötchen. An der Saftbar wurden von Timo Busch und Franziska Hauer Cocktails wie Kiba oder Pina Colada gemixt und geschüttelt. Thea Koch und Kerstin Teufel ließen die 100 beliebtesten Party-Karnevals-Hits der Faschingszeit aus den Boxen erdrönen. Dabei reichte das Spektrum von Olaf Hennings Karnevalslied „Cowboy und Indianer“ über „Viva Colonia“ von der Musikgruppe „Höhner“ bis hin zu „Ich hab 3 Haare auf der Brust“ von „Bernd Stelter“. Natürlich wurde auch zum Flieger Lied, Macarena oder auch zum Ententanz geschunkelt und getanzt.

Zum Kostümwettbewerb hatte sich dann jedes Kind noch mal so richtig hübsch machen. Bei der Polonaise schlängelten sich die Masken durch die Räume. Die Juroren hatten natürlich die Qual der Wahl. Für die acht pfiffigsten Kostüme gab es kleine Sonderpreise. Zum krönenden Abschluss stimmten die Wölflinge und Jungpfadfinder dann ein in das das Bobfahrerlied. Hand in Hand Kind wurde noch einmal so richtig getanzt und gegrölt. "Eine Mortzsgaudi, die nochmal so richtig gezeigt hat, dass wir zusammen gehören", so Franziska Hauer.

Für die größeren Kinder ab der Stufe der Pfadfinder, den Grünen, war damit aber noch nicht Schluss. Denn diese durften noch bleiben. Denn auf sie wartete nochmals eigens eine Art Aftershow-Party mit altersgerecht ausgewählten Highlights. Nochmal gab es spezielle nicht alkoholische Cocktails und eigens gefertigte Snacks. Nochmals wurden Gesellschaftsspiele gespielt. So galt es bei dem Spiel "Bringt mir diese Sache" auszuschwärmen, einen bestimmten Gegenstand in den Räumlichkeiten des Pfarrheims ausfindig zu machen und schnellstmöglich in den Faschingssaal zu bringen. Da flitzten die Jugendlichen durch die Räume und über die Treppen, um etwa die Kinderstühle zusammenzutragen. Wer da bei den Aufgaben als letztes kam, der schied leider aus. Am Ende aller Aufgaben hatte schließlich Timo Busch am besten gewusst, wo er hinlangen muss, und hatte auch als schnellster die Aufgaben erfüllt. Auf besondere Schnelligkeit und Reaktionsvermögen kam es auch bei der Reise nach Jerusalem an. Die älteren Kindern fanden es umso witziger, da sie gegen die Leiter antreten durften. Umso mehr wurde dann im Finale Jungpfadfinder Moritz Dierl bejubelt und gefeiert, der gegen Leiterin Carina Schmidt den Sieg für die Gruppe holt. "Wenn sich die Jugendlichen so gegenseitig anfeuern, da merkt man ganz besonders, was die Jugendlichen für einen Teamgeist haben", so Schmidt.

Viel Spaß, aber auch rauchende Köpfe waren garantiert bei dem Spiel Activity. Da war die Kreativität der Spieler gefordert, Wörter zu umschreiben, darzustellen oder zu zeichnen, mit Händen und Füßen, Gestiken und Mimik pantomimisch, sprachlich oder auch zeichnerisch zu erklären. Vor allem bei den Aktionen mit Händen und Füßen gab es Lachsalven und kamen die Lachmuskeln der Kids nicht zur Ruhe. Auch wenn so mancher damit seine liebe Mühe und Not hatte, letztendlich hat es dann noch mal den Teamgeist und den Zusammenhalt gefördert und dazu beigetragen, dass sich die Pfadfinder auch noch mal besser kennenlernen konnten. So verging ganz unbemerkt die Zeit im Flug. Eigentlich hatte am Ende so jeder das Gefühl, dass der Abend viel zu schnell vorbeigegangen war. Jedenfalls war sich die Leiterrunde einig, dass das Programm eine super Idee war und dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben soll.

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