08.12.2020 - 13:47 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Gemeinderat diskutiert über Dorferneuerung in Sassenreuth

Die Verzögerungen bei der Sassenreuther Dorferneuerung sind Thema im Kirchenthumbacher Marktgemeinderat. Die Räte haben zum stockenden Ablauf unterschiedliche Meinungen.

Jürgen Kürzinger.
von Robert DotzauerProfil

„Mit heißer Nadel soll man nichts stricken.“ Diesem Ratschlag von Geschäftsleiter Matthias Kroher folgend setzte der Kirchenthumbacher Marktgemeinderat in seiner Sitzung zunächst den öffentlichen Tagesordnungspunkt zum Erlass von Verbesserungsbeitragssatzungen für die Wasserversorgungs- und Entwässerungseinrichtungen der Kommune ab. Der VG-Mitarbeiter verwies auf noch fehlende Informationen des Planungsbüros und auf Empfehlungen des Landratsamtes. Zur Eile mahnte dritter Bürgermeister Alexander Schatz. Das Thema bedürfe der dringenden Beratung, um eine bessere Übersicht über den Haushalt 2021 zu bekommen. Schatz mahnte auch Detailinformationen der Fachplaner an.

Die Ungeduld wächst

Im Anfragenteil der Sitzung gab es dann unterschiedliche Meinungen zu den Verzögerungen beim Beginn der Sassenreuther Dorferneuerung. Georg Adelhardt empfahl als Mitglied der Teilnehmergemeinschaft, die Signale des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) abzuwarten. Der Sassenreuther rechnet bis Mitte Dezember 2020 mit guten Nachrichten. Druck gegenüber der Dorferneuerungsbehörde aufzubauen, sei der falsche Weg. Im Gegensatz dazu erinnerte Jürgen Geyer an einen Ratsbeschluss zur Aufforderung an den Bürgermeister, bei der ALE zu intervenieren. Hat die Kommune entsprechend gehandelt, wollte Geyer wissen. „Wir klopfen immer wieder an“, umschrieb Jürgen Kürzinger seine Bemühungen. Ein offizielles Anschreiben verneinte der Rathauschef um gleichzeitig bekanntzugeben: „Nächste Woche bekommen wir konkrete Zahlen.“ Auch zweiter Bürgermeister Ewald Plößner verwies auf die Dringlichkeit des Baubeginns, sonst drohe die Gefahr, dass die Sassenreuther Dorfsanierung verschoben werde.

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Artenschutz und Grabenreinigung

Ein weiteres Anliegen war für Georg Adelhardt der Natur- und Landschutzschutz mit Blick auf das Bienensterben. Der Sassenreuther plädierte für eine dosierte Graben- und Bankettpflege durch den Gemeindebauhof unter Beachtung der Verkehrssicherheit und warnte vor Problemen durch die wiederkehrenden Mulcharbeiten. Artenschutz sei allerdings auch eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Zum Thema der Graben- und Bankettpflege verwies Bürgermeister Kürzinger auch auf das Mitwirken der Jagdgenossenschaften.

Weiterberatung im Rechnungsprüfungsausschuss

Nur formellen Charakter hatte die Vorlage der vorläufigen Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2019. Das Gremium nahm das Zahlenwerk zur Kenntnis und verwies die Jahresrechnung zur Prüfung an den Rechnungsprüfungsausschuss.

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