29.06.2020 - 14:47 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Jenatte Woodroffe übernimmt: Königstein hat neue Seniorenbeauftragte

Jahresprogramme hat sich Gertraud Renner als Seniorenbeauftragte gespart. Sie reihte lieber eine Aktion an die andere und fuhr gut damit. Jetzt bekommt sie eine Nachfolgerin.

Für die Verabschiedung der Seniorenbeauftragten Gertraud Renner hat Bürgermeister Bernhard Köller Blumen und ein Geschenk vorbereitet.
von Autor SCKProfil

Sechs Jahre lang hatte Königstein in Gertraud Renner eine aktive Seniorenbeauftragte mit gut besuchten Veranstaltungen für die älteren Bürger der Marktgemeinde. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Marktrats nach der Kommunalwahl gab es für diese Aufgabe keinen personellen Vorschlag. Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Lehnerer, sagte es sei wichtig, die gute Seniorenarbeit von Gertraud Renner weiterzuführen. Als Nachfolgerin benannte der Marktrat einstimmig Jeanette Woodroffe. Sie hatte sich bereiterklärt, das Amt zu übernehmen.

Bei der Verabschiedung in der Marktratssitzung fand Bürgermeister Bernhard Köller anerkennende Worte für das erfolgreiche Wirken von Gertraud Renner. 2014 hatte sie der damals wiedergewählte Bürgermeister Hans Koch darauf angesprochen, und die ehemalige Markträtin nahm das Amt als Seniorenbeauftragte an. Voll Anerkennung für "ihren Chef" betonte sie: "Bürgermeister Koch ließ mir dabei vollkommen freie Hand." Und als ehemalige langjährige Gemeinderätin ging sie entspannt, freudig wie auch sachkundig ans Werk.

"Ein Jahresprogramm entwickelte ich nicht", gestand sie. Ihre Arbeitsweise sah anders aus: "Nach jeder gelungenen Veranstaltung bereitete ich in etwa vier bis fünf Wochen das nächste Event vor." Der Anteil der Menschen über 60 Jahren steigt. Sie bräuchten Angebote und Hilfestellungen, die den Alltag erleichtern. Um diesem Ziel näher zu kommen, arbeitete die Seniorenbeauftragte mit Vereinen, Privatpersonen und überörtlichen Institutionen zusammen.

Besichtigungsfahrten hatten den Landtag in München, eine Bäckerei in Amberg oder das Druckzentrum der Oberpfalz-Medien in Weiden zum Ziel. Informationen lieferte die Polizeiinspektion Auerbach zur Sicherheit für Senioren als Fußgänger, Rad- und Autofahrer. Die Feuerwehr schulte Senioren im Umgang mit Feuerlöschern; ein Erste-Hilfe-Kurs machte sie auch mit dem Defibrillator vertraut. Soziale Rechte für Senioren waren ebenfalls ein Thema. Ausflugsgesellschaften besuchten den Geschichtspark Bärnau oder die TCM-Klinik in Kötzting, oder sie verbanden eine Treidelfahrt auf dem Ludwigskanal mit der Besichtigung einer Nudelfabrik. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule gab es einen PC-Kurs für Senioren wie auch vier Nachmittage Gedächtnistraining.

Im November 2017 lief die gemeindeübergreifende Seniorenarbeit mit der Nachbargemeinde an. Hirschbach und Königstein sowie 28 weitere Gemeinden in Bayern nahm das Ministerium für Arbeit und Soziales in sein Programm "Marktplatz der Generationen" auf.

Weichenstellungen in der konstituierenden Sitzung des Marktrats

Königstein
Gertraud Renner hat in der vergangenen Legislaturperiode das Amt der Seniorenbeauftragten ausgeübt.
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