09.12.2020 - 12:43 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Resl-Haus: Marktgemeinde und Kirchenstiftung müssen Finanzierungsplan ändern

Die Sanierung des Resl-Hauses könnte für die Marktgemeinde Konnersreuth und die Katholische Kirchenstiftung teurer werden als bislang geplant. Sicherheitshalber wurde der Finanzierungsplan angepasst.

Das Resl-Haus in Konnersreuth soll ab 2021 generalsaniert werden. Weil aktuell kein Geld aus dem Denkmalentschädigungsfonds zu erwarten ist, musste der Finanzierungsplan angepasst werden.
von Josef RosnerProfil

Im November hatte der Marktgemeinderat entschieden, dass sich die Gemeinde am Projekt "Modernisierung und Instandsetzung Resl-Haus" beteiligt. Auf 120 000 Euro wurde der Eigenanteil gedeckelt. Die Katholische Kirchenstiftung als Bauherr hatte mit Kosten von 169 000 Euro geplant. Ansonsten sollten verschiedene Zuschüsse das insgesamt 1,415 Millionen Euro teure Projekt ermöglichen. Bürgermeister Max Bindl teilte aber jetzt im Marktrat mit, dass fest mit eingeplante 200 000 Euro aus einem Denkmalentschädigungsfonds des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst wegfallen könnten. Es werde immer unrealistischer, dass hier eine zeitnahe Förderzusage komme.

Im November gab der Marktrat grünes Licht für die Beteilung der Gemeinde an der Sanierung

Konnersreuth

Wegen dieser Deckungslücke wurde ein neuer Finanzierungsplan aufgestellt, den der Marktrat einstimmig billigte. Nun wurde Eigenanteil der Gemeinde auf 180 000 Euro aufgestockt, die Kirchenstiftung erhöht ihren Anteil auf 215 000 Euro. Die Regierung der Oberpfalz steuert 1,12 Millionen Euro statt 900 000 Euro bei.

Bürgermeister Bindl bat, zu überlegen, ob sich die Marktgemeinde nun auch der Förderinitiative "Innen statt Außen" des Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr anschließen soll. Hier könnte es durch einen Förderbonus Zuschüsse in Höhe von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten für bestimmte Projekte geben. Besonders strukturschwachen Gemeinden könnte sogar ein Satz von bis zu 90 Prozent gewährt werden. Möglicherweise könnte man auf diesem Weg auch für das Resl-Haus an Zuschüsse bekommen. Voraussetzung seien aber ein städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek) und ein gemeindlicher Selbstbindungsbeschluss zur vorrangigen Innenentwicklung. Über den Beitritt zu dieser Förderinitiative berät der Marktrat in der nächsten Sitzung, wobei Bürgermeister Max Bindl schon jetzt dafür plädierte, diesen Weg zu gehen.

Reinhard Wurm (Freie Wähler) bedauerte, dass am Resl-Haus in baulicher Hinsicht bislang noch nichts geschehen sei und fragte nach dem Grund dafür. Uwe Rosner (CSU), der auch Mitglied der Kirchenverwaltung ist, sagte dazu: "Die Kirchenstiftung kann nicht einfach beginnen, sie muss sich alles von Bistum Regensburg genehmigen lassen." Hier stehe die Freigabe noch aus.

Ein Blick in das Geburts- und Sterbehaus von Therese Neumann

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