Konnersreuth
28.04.2019 - 11:55 Uhr

Schuldenberg aktuell kleiner

Von der nötigen Portion Mut und Optimismus sprach Max Bindl in Anbetracht des Haushalts 2019: Dieser sei zukunftsorientiert und richtungsweisend, so der Konnersreuther Bürgermeister über das knapp 7,92 Millionen Euro umfassende Zahlenwerk.

Eine Großbaustelle bietet sich den Konnersreuthern aktuell unterhalb des Klosters Theresianum. Dort baut die Marktgemeinde ein Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 3800 Kubikmeter Wasser. Mit den Kosten in Höhe von 578 000 Euro sollen künftig Überschwemmungen in den Wohngebieten möglichst vermieden werden. Die Arbeiten sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Bild: jr
Eine Großbaustelle bietet sich den Konnersreuthern aktuell unterhalb des Klosters Theresianum. Dort baut die Marktgemeinde ein Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 3800 Kubikmeter Wasser. Mit den Kosten in Höhe von 578 000 Euro sollen künftig Überschwemmungen in den Wohngebieten möglichst vermieden werden. Die Arbeiten sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Stabile und solide Finanzen seien die Grundlage für eine verantwortungsvolle Kommunalpolitik, warb Bindl um Zustimmung für den Entwurf. Diesen billigen Freien Wähler und CSU, die beiden SPD-Räte lehnten ihn ab.

Die Haushaltsabschlüsse der beiden vergangenen Jahre seien besser ausgefallen als geplant, so Bindl. Dies dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, "dass wir vieles der positiv verlaufenen Konjunktur und den damit einhergehenden Einnahmen zu verdanken haben". Förderprogramme seien genutzt worden; doch diese seien nicht geeignet, um die eigentliche kommunale Finanzmisere wirksam zu bekämpfen. Im kommenden Jahr erhält die Feuerwehr Konnersreuth ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik TSF-L, die Kosten hierfür betragen fast 193 000 Euro. Die Feuerwehr leistet dazu einen Eigenanteil in Höhe von 25 000 Euro. Aufgestockt wurden die Mittel für die Sanierung der Kinderspielplätze. In den kommenden drei Jahren gibt der Markt dafür 75 000 Euro aus. Die Kosten für den Schafferhof liegen laut Fortschreibung aktuell bei 3,85 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch der Aufwand für das Museum; der Bürgermeister rechnet hier mit einer 90-prozentigen Bezuschussung.

Ebenfalls Berücksichtigung findet die Sanierung des Resl-Hauses. Die Verwaltung rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von rund 700 000 Euro, wobei 40 Prozent der Markt schultern muss. Allerdings wird die Maßnahme erst den Haushalt 2020 betreffen. Dank der Stabilisierungshilfe konnte im vergangenen Jahr die Verschuldung weiter zurückgeführt werden. Der aktuelle Schuldenstand beträgt 945 231 Euro, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 531 Euro beträgt - so niedrig wie nie zuvor.

Im vergangenen Jahr tilgte die Marktgemeinde Dank der Stabilisierungshilfe fast 400 000 Euro an Verbindlichkeiten. Allerdings wird sich dieser Schuldenstand angesichts der enormen Investitionen nicht halten lassen. Bürgermeister Max Bindl machte deutlich, dass der Weg zu einer positiven Ortsentwicklung nur mit hoch motivierten Mitarbeitern in der Verwaltung möglich ist. Sein Dank galt Kämmerer Markus Troesch und den Mitarbeitern. Für heuer, so Bindl, stehen die energetische Sanierung der Schulturnhalle (775 000 Euro), sowie Maßnahmen gegen Starkregenereignisse mit dem Bau des Regenrückhalteraums "Konnersreuth-West" in Höhe von 578 000 Euro im Mittelpunkt.

Auch 2020 stehe die Marktgemeinde vor weiteren großen Aufgaben, die viel Geld kosten würden. "Diese Herausforderungen können wir nur gemeinsam bewältigen." Hintergrund

Konnersreuth28.04.2019
Infobox:

Die Eckdaten des Haushalts

Der Gesamthaushalt beträgt 7,92 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt beträgt 3,34 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 4,58 Millionen Euro. Der Haushalt stieg im Vergleich zum Vorjahr um gut eine Million Euro an. Insgesamt investiert der Markt heuer 4,1 Millionen Euro. Größter Ausgabeposten ist heuer ist die Sanierungsmaßnahme Info- und Begegnungszentrum Schafferhof mit 1,87 Millionen Euro. Der voraussichtliche Eigenanteil beträgt fast 250.000 Euro. Weiter gestiegen sind die Personalkosten. Der Markt rechnet mit Ausgaben in Höhe von 1,12 Millionen Euro. Weitere große Ausgabeposition ist die Kreisumlage mit fast 755.000 Euro. Für die energetische Sanierung der Schulturnhalle rechnet der Markt mit Kosten in Höhe von 775.000 Euro. Zur Finanzierung des Haushalts ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 67.000 Euro nötig, da 672.000 Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Weiter kalkuliert die Marktgemeinde mit einer Gewerbesteuereinnahme von 365.000 Euro. Aus dem Anteil an der Einkommenssteuer rechnet der Markt heuer mit 809.000 Euro. Bei den Schlüsselzuweisungen werden 812.000 Euro erwartet und damit rund 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.