12.07.2021 - 13:58 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Viel Lob für Thomas Eckert: „Ein Pfarrer mit Herz, der Menschen mitnimmt“

Eine Woche nach der Primiz von Bastian Neumann stand am Sonntag in Konnersreuth Pfarrer Thomas Eckert im Mittelpunkt: Er war vor 25 Jahren zum Priester geweiht worden. Bei den Feierlichkeiten gab es einiges über den Jubilar zu erfahren.

von Josef RosnerProfil

Einen Kirchenzug, einen Festgottesdienst, einen Festzug und einen Empfang gab es am Sonntag in der Marktgemeinde: Der gebürtige Konnersreuther Thomas Eckert feierte sein 25-jähriges Priesterjubiläum. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Familie von Alice Köstler-Hösl aus Scheyern umrahmt, sie ist eine Cousine des Priesterjubilars.

Begonnen hatte das Programm Therese-Neumann-Platz. Von dort aus zogen die Vereine mit der Blaskapelle Konnersreuth zum Pfarrhof. Mit dabei war auch eine starke Delegation aus Hahnbach, unter anderem mit Vertretern des dortigen Burschenvereins. Thomas Eckert wirkte dort von 2000 bis 2013 und ist auch zum Ehrenbürger ernannt worden. Auch aus St. Konrad in Regensburg, seiner aktuellen Pfarrei, war eine Delegation gekommen.

Überraschung vor der Kirche

"Wir haben für dich, lieber Thomas, ein großes Aufgebot bereitet. Wir sind dankbar, dass du mit uns feiern willst", sagte Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr beim Pfarrhof. Er erinnerte daran, dass Thomas Eckert nur einen Steinwurf entfernt am Pfarrer-Naber-Platz aufgewachsen sei, mit Blick auf die Pfarrkirche. Im Anschluss zogen die Vereine und die Kapelle zur Pfarrkirche, wo eine große Überraschung auf den Jubilar wartete: Frauen der KAB hatten beim Portal beim Pater-Liberat-Weiß-Brunnen einen prächtigen Blumenteppich gelegt.

"Du hast seelsorgerliche Spuren bei deinem bisherigen Wirken hinterlassen, Spuren auf deinem Weg mit den Menschen", betonte Pater Benedikt Leitmayr zu Beginn des Gottesdienstes an Thomas Eckert gerichtet. Dieser freute sich über den Empfang und die zahlreichen Teilnehmer der Feierlichkeiten: "Schön, dass ihr da seid und wir miteinander feiern dürfen." Eckert war auch Hauptzelebrant des Festgottesdienstes.

Die Predigt hielt Martin Popp, der in Eckerts Pfarrei in Regensburg tätig ist. "Es ist schon etwas ungewöhnlich, dass ein Kaplan die Festpredigt zu einem Priesterjubiläum hält, noch dazu beim eigenen Chef", meinte Popp, der sich selbst als "Jungspund" bezeichnete. Popp sagte anerkennend zu Thomas Eckert: "Wenn man auf deine 25 Jahre als Priester zurückblickt, hat's überall, wo du warst, gut geklappt. Du hast den Menschen an allen Orten das Evangelium verkündet." Der Kaplan betonte, dass die Menschen Eckerts Arbeit sehr schätzten. "Du bist ein Pfarrer mit Herz, der die Menschen mitnimmt auf dem Weg zu Gott." Thomas Eckert habe in Konnersreuth erlebt, was Glaube und Nähe zu Christus bedeuten, so Popp. Deshalb hast du getan, was Christus von dir erwartet - nämlich Menschen auf den rechten Weg bringen. Du bringst die Liebe Gottes zu den Menschen."

Beifall nach Predigt

Gleichwohl verriet Kaplan Popp, dass Thomas Eckert durchaus auch ein streitbarer Pfarrer sein könne. Dies wisse Popp aus eigenen Gesprächen, in denen es etwa um grundsätzliche Fragen in der Kirche gegangen sei. Der Kaplan erinnerte daran, dass auch die Apostel nicht immer einer Meinung gewesen seien, aber am Ende seien sie doch immer wieder ein Herz und eine Seele gewesen. Ausdrücklich würdigte der Kaplan die Schwester des Jubilars, Renate Bauernfeind, und deren Ehemann Peter, die zu Stützen für Pfarrer Thomas Eckert geworden seien. "Gehe deinen Weg so weiter wie in den vergangenen 25 Jahren, bleibe immer schlicht am Menschen. Du bist und bleibst ein Pfarrer mit Herz", sagte Kaplan Popp an den Jubilar gerichtet. Nach Beendigung der Predigt brandete Beifall in der Pfarrkirche auf.

Freude über Pressebericht

Zum Schluss des Gottesdienstes zeigte sich Pfarrer Thomas Eckert sichtlich gerührt. "Dass ich einen eigenen Blumenteppich erhalte, damit hatte ich nicht gerechnet", räumte er ein und dankte den Frauen der KAB. Ein weiterer Dank ging an den "Neuen Tag": "Eine dreiviertel Seite als Würdigung meiner Arbeit kenne ich so aus Regensburg nicht."

Noch in der Pfarrkirche gratulierte Hahnbachs Bürgermeister Bernhard Lindner seinem Ehrenbürger und erinnerte an das 13-jährige Wirken in der dortigen Pfarrei. "Zu uns bist du damals als junger Priester gekommen, heute gehörst du zu den erfahrenen. Du hast Hahnbach gut getan und bist noch immer in der Erinnerung unserer Bürger. Viele von uns sind noch immer freundschaftlich mit dir verbunden", sagte Lindner und ergänzte: Ich wünsche dir, dass Hahnbach für immer deine zweite Heimat bleiben wird."

Konnersreuths Bürgermeister Max Bindl überbrachte Thomas Eckert die Glückwünsche der Marktgemeinde und erinnerte daran, "dass wir beide nur wenige Meter entfernt voneinander aufgewachsen sind". Bindl freute sich, dass Eckert mit Konnersreuth verbunden geblieben sei. "Es ist schön, dich immer wieder mal zu treffen", betonte Bindl.

Die weltliche Feier folgte im Schafferhof, wo es zunächst einen Weißwurstfrühschoppen gab, später wurden Kaffee und Kuchen gereicht. Für Stimmung sorgte die Konnersreuther Blaskapelle.

Thomas Eckert spricht über sein Leben und Wirken

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Die kirchlichen Feierlichkeiten zur Primiz von Bastian Neumann

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Die weltlichen Feierlichkeiten zur Primiz von Bastian Neumann

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"Wenn man auf deine 25 Jahre als Priester zurückblickt, hat's überall, wo du warst, gut geklappt."

Martin Popp, Kaplan von St. Konrad Regensburg, über Pfarrer Thomas Eckert

 

 

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