09.09.2020 - 17:29 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Gemeinderat ist sauer: Parkplatz-Baustelle zum Schulbeginn

Ein Schul-Parkplatz, der am ersten Schultag eine Baustelle ist: "Das war heute früh schon ein leichtes Grausen", gab Kümmersbrucks Bürgermeister im Gemeinderat seine Eindrücke wider.

Der Parkplatz an der Kümmersbrucker Schule ist auch nach den Ferien noch eine Baustelle.
von Heike Unger Kontakt Profil

Offen thematisieren wollten die Gemeinderäte ihren Ärger über die Baufirma im öffentlichen Teil ihrer Sitzung am Dienstag nicht. Aber zwischen den Zeilen klang die Kritik deutlich durch. Der Parkplatz im Bereich von Schule und Hallenbad in Kümmersbruck wird umgestaltet, sollte aber rechtzeitig zum Schulbeginn fertig sein. Das ist ganz offensichtlich nicht der Fall: Das große Areal, an dem auch die Schüler aus den und in die Busse steigen, ist immer noch eine Baustelle. An Parken oder Schulbusverkehr in gewohnter Form ist hier gerade nicht zu denken.

"Wie lang dauert es?"

SPD-Fraktionsvorsitzende Veronika Frenzel brachte das Thema in der Sitzung zur Sprache, nachdem ihre Fraktion bei einem Ortstermin dort "ein Bild des Jammers" vorgefunden hatte. Auch wenn man den Mitarbeitern wohl eine Pause gönnen müsse, frage sie sich, ob man der Baufirma bei einem "so wichtigen Projekt" zwei Wochen Sommerurlaub einräumen müsse. Zumindest hätte das Unternehmen dann vorher die Fläche provisorisch so schottern müssen, das man sie zum Schulbeginn hätte nutzen können. Frenzel hatte mit Blick auf die Schule weitere Fragen: "Wo halten die Busse? Wo parken die Lehrer? Und wie lang dauert es, bis die Parkplätze fertig sind?"

Bauamtsleiter Alexander Greiner zeigte volles Verständnis für die Kritik: Es sei "tatsächlich ärgerlich", dass der Parkplatz noch nicht fertig sei: "Das ist unschön gelaufen." Da die Fläche schon zwei Wochen vor den Ferien eine Baustelle war, habe man Eltern und Lehrer bereits gebeten, auszuweichen. Die Gemeinde habe dazu den nahe gelegenen Festplatz als Parkplatz freigegeben. Die Busse halten momentan dort, wo sie normalerweise auf den Parkplatz einbiegen. Zur Sicherheit ein- und aussteigender Schüler habe man in diesem Bereich Halteverbote eingerichtet.

Es dauert noch

Diese Not-Regelungen hätten schon vor den Ferien funktioniert, berichtete Greiner. Und auch am ersten Schultag habe es bei ihm "keine wütenden Anrufe" gegeben. Übergangsweise zu schottern sei nicht möglich gewesen: "Dann dauert es noch länger und wird noch teurer." Er gehe eigentlich davon aus, dass die Firma "allerspätestens bis 30. September mit allem fertig ist", könne aber nicht ausschließen, dass man noch bis Oktober mit dieser Baumaßnahme zu tun habe. Der Parkplatz wird umgestaltet, um künftig den Autoverkehr und die Schulbusse so voneinander zu trennen, dass die Schulkinder nicht in Gefahr sind.

Bürgermeister Roland Strehl verband seine Eindrücke vom Baustellen-beeinträchtigten ersten Schultag mit einem Lob an die Eltern: "Es hat nur deshalb funktioniert, weil die Eltern einen hervorragenden Lotsendienst gemacht haben." Und die Polizei sei vorsichtshalber auch da gewesen. Strehl geht davon aus, dass sich die Lage in den Folgetagen entspannt, räumte aber "schon ein leichtes Grausen" am ersten Schultag-Morgen ein.

Provisorium wäre möglich gewesen

Peter Karzmarczyk (SPD) wies darauf hin, dass man die Fläche mit Mineralbeton übergangsweise sehr wohl nutzbar hätte machen können – ohne Extrakosten. "Da kann ich nicht einfach mehr dafür verlangen", betonte er in Richtung Baufirma. Er richtete den Blick auf die Ausschreibung solcher Vorhaben: "Die, die dabei ehrlich sind bei ihrem Angebot, sind vielleicht ein bissl teuerer und kriegen den Zuschlag nicht, obwohl sie es hinbekommen würden."

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