13.12.2018 - 16:09 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Ein Kofferraum voll gefälschter "Markenware"

Bei der Amberger Kripo stapeln sich Kleidungsstücke. Nur auf den ersten Blick teuere Marken: Tatsächlich sind es alles Fälschungen. Fahnder haben sie bei einer Fahrzeugkontrolle auf dem Parkplatz Laubenschlag an der A 6 entdeckt.

Ende einer Einkaufstour auf einem Parkplatz an der A6: In Tschechien hatten zwei Trierer einen ganzen Kofferraum voll gefälschter Waren gekauft. Fahndern war das Auto aufgefallen.
von Heike Unger Kontakt Profil

In 16 Umzugskartons stapeln sich bei der Kripo Amberg die sichergestellten Markenkleidungs-Plagiate. Die hatten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Amberg im Kofferraum eines Audi gefunden. Dieser Wagen mit Trierer Zulassung hatte bereits am 5. Dezember das Interesse der Fahnder geweckt: "Das mit Plastiksäcken voll beladene Fahrzeug stand gegen 20 Uhr auf dem Parkplatz Laubenschlag an der Autobahn A 6 in Fahrtrichtung Nürnberg", berichtet die Polizei. Fahrerin war eine 28-Jährige, die wie ihr Begleiter (42) aus Trier stammt.

Als sich die Polizisten den vollgeladenen Audi genauer ansahen, fanden sie darin unzählige Kleidungsstücke, Taschen und Geldbörsen mit Aufdrucken: Artikel, die aussahen wie hochwertige Markenprodukte. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass es lauter Fälschungen sind. Die Fahnder stellten diese dann sofort sicher und übergaben sie der Kriminalpolizeiinspektion Amberg, die die Angelegenheit weiterverfolgt. Die Kripobeamten sortierten die Waren und packten sie in Umzugskartons: Insgesamt brauchten sie dafür 16 Schachteln.

Die 28-Jährige erklärte, dass sie in Trier einen Online-Handel betreibe. Sie sei auf einer Einkaufsfahrt in Tschechien gewesen. Diese hat nun ein Nachspiel für die Frau: Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen nach dem Markengesetz eingeleitet.

Wie die Polizei noch hinzufügt, hätten die Fahnder beim Beifahrer der 28-Jährigen eine kleine Tüte mit Amphetamin gefunden. Auch diese stellten sie sicher. Der 42-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts des Einfuhrschmuggels verantworten, da das Duo kurz zuvor aus der Tschechischen Republik eingereist war. Eine entsprechende Strafanzeige folgt. Danach wurden die beiden Tatverdächtigen wieder entlassen. „Deutlich erleichtert“ traten sie laut Polizeibericht die Heimreise in den Westen der Republik an.

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