09.06.2021 - 16:42 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

In Kümmersbruck ist noch Platz für Freiflächen-Photovoltaik

Diesen Artikel lesen Sie mit
Alle Informationen zu OnetzPlus

Ein Landschaftsarchitekt hat in Kümmersbruck geeignete Freiflächen für Photovoltaikanlagen ermittelt. Ergebnis: Die Gemeinde könnte, auf ihre Größe bezogen, um ein Vielfaches energieautark sein.

Südlich von Lengenfeld, an der Autobahnausfahrt Amberg-Süd , könntenSolarmodule Platz finden. Die Fläche liegt zwar im Landschaftsschutzgebiet, ist aber schon durch die Autobahn beeinträchtigt.
von Klaus HöglProfil

Wo im Kümmersbrucker Gemeindegebiet sind Freiflächen für Photovoltaikanlagen vorhanden? Dieser Frage ist im Auftrag der Kommune Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch aus Amberg nachgegangen. Geeignete Areale für Sondergebiete für Freiflächen-Photovoltaikanlagen sieht er laut seines Berichts im Kümmersbrucker Gemeinderat in jedem der zehn Ortsteilen.

Mit rund sieben Prozent der Gemeindefläche sei man im Vergleich zu anderen Gemeinden Mittelmaß, stellte Bürgermeister Roland Strehl fest. Die detailliert ausgearbeiteten Lagepläne seien kein Dogma. Änderungen blieben vorbehalten, von den insgesamt 58 infrage kommenden Bereichen (vorwiegend Acker und Konversionsflächen) wurden im Gremium sogleich drei umgeformt. Die Sondergebietsflächen für PV-Freiflächen-Anlagen im Außenbereich des Gemeindegebiets seien anhand bestimmter Kriterien ermittelt worden. „Die richtige Standortwahl ist unter umwelt- und naturschutzfachlichen Gesichtspunkten das wichtigste Instrument zur Vermeidung von negativer Umweltauswirkung“, betonte Trepesch. Die Ermittlung geeigneter Flächen erfolge unabhängig von Besitzverhältnissen, sowohl Privatbesitzer als auch Investoren könnten sich daran orientieren.

58 Flächen ermittelt

Siedlungsgebiete, Natur und Landschaftsschutz sowie Wasserschutzgebiete und weitere wesentliche Kriterien seien bei der Freiflächen-Findung berücksichtigt worden. Letztlich verblieben laut Trepesch 58 Flächen, die keine Konflikte zu Schutzgebieten aufweisen.

Ergeben habe die Untersuchung, dass eine Bruttofläche von circa 336,80 Hektar als Sonderflächen für potenzielle Photovoltaik-Anlagen als konfliktarme Standorte infrage kämen. Dabei müssten erforderliche Ausgleichsmaßnahmen wie Ein- und Durchgrünung, Abstandsflächen zu Umzäunung, Nebenflächen zur Erschließung, Kompensationsmaßnahmen für den Eingriff noch auf diesen oder nahen Flächen erfolgen.

Zur Berechnung des Kompensationsbedarfs sei ein Faktor von 0,2 herangezogen worden. Das heißt: Überschlagsmäßig ist von einer Fläche von 67,40 Hektar auszugehen, so dass sich für die gesamte Gemeinde eine Nettofläche von ungefähr 269,40 Hektar ergibt, die mit Solarmodulen bestückt werden kann. Kümmersbruck könnte so gesehen um ein Vielfaches energieautark sein. Das Bauamt der Kommune wird die ermittelten Flächen demnächst ins Netz stellen, hieß es.

Solarpark in Köfering abgelehnt

Köfering bei Kümmersbruck
Eine der Flächen, die für Freiflächen-Photovoltaik infrage kommt, liegt nordöstlich von Penkhof. Dabei handelt es sich um eine Ackerfläche in Waldrandlage.
Südwestlich von Gärmersdorf gibt es eine weitere Möglichkeit für Freiflächen-Photovoltaik, auf einer Grenzfläche zu Amberg.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.