31.05.2021 - 12:55 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Kümmersbrucker CSU-Urgestein Alois Schwanzl feiert 75. Geburtstag

48 Jahre saß er für die CSU im Gemeinderat von Kümmersbruck. Dort kennt man ihn als Kämpfer, aber auch als einen, der immer hilfsbereit zur Stelle ist. Am Dienstag hat er seinen 75. Geburtstag.

Alois Schwanzl im Juni 2020 bei der Verabschiedung aus dem Gemeinderat Kümmersbruck, dem er 48 Jahre lang angehörte. Am 1. Juni kann der Penkhofer seinen 75. Geburtstag feiern.
von Klaus HöglProfil

Irgendwie stand Alois Schwanzl schon immer auf der Bühne: Ministrant, KJG-Pfarrjugendführer (Lorenz Hägler war Kaplan), vielfacher Organisator, Chefkoch im Zeltlager, Wallfahrer, Theater, immer in der Hauptrolle. In Penkhof lebt er, da ist er geboren, das ist für ihn natürlich der Mittelpunkt der Welt – seit nunmehr 75 Jahren.

Die Bühnenerfahrung kommt ihm spätestens dann zugute, wenn er fast jedes Jahr zur Bockbierzeit als Bruder Aloisius vom Leder zieht. Da bleibt kein Augen trocken und niemand ungeschoren: Vor allem nicht die „Roten“, seine „Lieblingsfeinde“. Die Arbeit in der Kirche hat ihn schon früh geprägt, ließ ihn über die JU zur CSU kommen. Da wurde er so was wie gelebte Parteipolitik, aus tiefster Überzeugung. Da war er äußerst aktiv, das brachte ihm schon in jungen Jahren den Spitznamen „der Schwarze vom Penkhof“ ein, wie Weggefährten von damals sagen. Und so kam es dann, dass alles, was „schwarz“ ist bei ihm, schon mal mit einem Bonus rechnen durfte. Die „Roten“ hingegen waren das berühmte rote Tuch, die sind ihm von Haus aus suspekt. Es war ja jahrzehntelang nicht so, dass die CSU im Rathaus Bürgermeister und Mehrheit stellte.

Vom ersten Tag an im Gemeinderat

Die Großgemeinde Kümmersbruck entstand 1972. Alois Schwanzl war vom ersten Tag an für die CSU im Gemeinderat dabei, da war er 26 Jahre jung. Im Juni 2020 wurde er, von Beruf Steuerberater, im Gemeinderat mit allen Ehren und der Goldenen Bürgermedaille verabschiedet: Insgesamt 48 Jahre saß er für die CSU im Gremium, war außerdem auch im Kreisrat. Dazu kam noch eine ganze Fülle von ehrenamtlichen Tätigkeiten, egal, ob für Narhalla oder Kirche. Noch in der Opposition hat er gegen die bis 2014 regierende SPD, mächtig ausgeteilt, sich aufgerieben. Geradezu legendär sind seine Streitgespräche mit Volkmar Krauß. Schwanzl musste aber auch mächtig einstecken. Im Gemeinderat ging's da noch oft turbulent zu, der Wahlkampf hatte da noch seinen Namen verdient.

Alois Schwanzl war immer ein temperamentvoller Kämpfer – das war die eine Seite. Andrerseits aber ist er auch ein hilfsbereiter, sozial eingestellter Familienvater oder Mitstreiter, auf den absolut Verlass ist. Mittlerweile ist er milder gestimmt. Die große Feier gibt's am Dienstag, 1. Juni, zu seinem 75. Geburtstag Corona-bedingt aber nicht. Seine Frau Angelika, seine beiden Töchter Simone und Steffi sowie fünf Enkel sorgen für ein erfülltes Leben und halten ihn auf Trab. Dass bei Alois Schwanzl Langeweile aufkommt, ist so gut wie ausgeschlossen. Er gilt als leidenschaftlicher Gärtner mit den besten Früchten weit und breit, baut sogar Wein an. Nur mit seinen „Wurzelstolperern“ kann er im Moment nicht wandern und einkehren – aber das kommt wieder.

Alois Schwanzl in seiner Paraderolle als Bruder Aloisius

 

 

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