08.12.2019 - 13:10 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Ortsschild soll Autos in Köfering bremsen

Die geplante Erweiterung des Tierheims in Amberg war auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung wieder ein Thema: Diesmal gab es eine Entscheidung. Unter dem Punkt "Anfragen" stellte CSU-Gemeinderat Josef Vogl einen ganz anderen Antrag.

Hier wird nach Ansicht einiger Köferinger zu schnell gefahren. Deshalb soll das Ortsschild ein Stück verschoben werden, um die Verkehrsteilnehmer zu bremsen.
von Gerd SpiesProfil

Darin ging es um das Ortsende-Schild von Köfering an der Kreisstraße Richtung Amberg. Es soll verschoben werden, wenn es nach dem Willen einiger Bürger des Ortsteils Köfering geht. Josef Vogl richtete den Antrag an die Verwaltung, dies zu prüfen.

Raserei Gefahr für Anwohner

Die Begründung: Viele Autofahrer, aus Richtung Amberg kommend, würden oft erst weit nach dem Ortsschild ihre Geschwindigkeit drosseln, was eine Gefährdung für die Anwohner darstelle. Bürgermeister Roland Strehl versprach, gemeinsam mit der Polizei zu untersuchen, ob dies eine Option ist.

"Wir setzen ein deutliches Zeichen!": So formulierte Bürgermeister Roland Strehl die einstimmig beschlossene Vereinbarung mit dem Amberger Tierzuchtverein. Inhalt ist ein entsprechender Fundtiervertrag ab 1. Januar, der eine Fundtierpauschale von 1,50 Euro pro Einwohner vorsieht, sowie eine Ko-Finanzierung des Neubaus des Hundetrakts mit maximal 1,50 Euro pro Einwohner. Damit könnte eine Geschichte, die bereits mehrmals im Gemeinderat behandelt wurde, endlich ein Ende nehmen.

Das Tierheim am Ortsende von Gailoh platzt aus allen Nähten. Dringend muss hier ein neuer Hundetrakt gebaut werden, müssen die sanitären Anlagen für die freiwilligen Helfer saniert werden. Auf 2,5 Millionen Euro sind die Kosten veranschlagt, finanziert von der Stadt Amberg und den Landkreis-Gemeinden.

Nicht alle Gemeinden sind dabei

Doch viele der 27 Kommunen wollen sich nicht beteiligen, einige beabsichtigen, anderen Tierschutzvereinen beizutreten. Anders die Gemeinde Kümmersbruck. "Wir kriegen damit die Kuh vom Eis", ist sich Bürgermeister Strehl mit dem Vertragsabschluss sicher. Gedeckelt mit maximal 15 Euro pro Einwohner kommen damit auf die Gemeinde Beträge von 150 000 Euro zu, verteilt auf drei Jahre. Einstimmig segneten die 20 Gemeinderäte diesen Beschluss ab.

Rückwirkend beschlossen: Fundtiervertrag mit dem Tierheim

Kümmersbruck
Im Blickpunkt:

Ellis-Kaut-Straße: Auf diesen Straßennamen einigte sich der Gemeinderat für die neue Straße im Bereich des Senioren-Wohnparks Am Rathaus. Die Erschließung dieses Areals hat vor wenigen Tagen begonnen. Zweite Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm schlug die Kinderbuch-Autorin und Pumuckl-Erfinderin als Namensgeberin vor. Diese passe als Senioren- und Jugendbuch-Schriftstellerin sehr gut zu dem geplanten Wohnpark.

Erschließung des Senioren-Wohnparks läuft

Kümmersbruck
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Kommentare

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Hans Weber

Gleiches Thema war vor einigen Jahren mit dem Ortsschild von Raigering an der AM 30 bereits vor dem Amberger Gericht ein Thema, welches für die Stadt mit Pauken und Trompeten nach hinten los ging- dieses Ortsschild war so weit vom Ort herausgezogen, dass es bei einem Gerichtstermin wegen der "Wegelagerei" ähm, Geschwindigkeitsmessung bzw. Geschwindigkeitsübertretung und einem daraus resultierendem Einspruch eines Betroffenen nicht seine Anerkennung von den Richtern erhielt - es war schlichtweg zu weit vom Ort herausgezogen worden, zumal keinerlei Zufahrten in dem Bereich vorhanden waren. Ergo musste das Ortsschild wieder in Richtung Ortskern verschoben werden.

Parallelitäten sind nun hier mit Köfering zu erkennen.

08.12.2019