18.10.2020 - 10:20 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

SPD macht sich für Photovoltaikanlage Köfering stark

Um sich ein eigenes Bild zur geplanten Photovoltaikanlage in Köfering zu machen, traf sich die SPD-Fraktion in Köfering an dem geplanten Standort der Photovoltaik-Anlage. Mit dabei waren betroffenen Landwirte.

Beim Ortstermin der SPD (von rechts)Herbert Breitkopf (Gemeinderat SPD), Heinrich Schäfer (Vorsitzender Siedlergemeinschaft Kümmersbruck), Veronika Frenzel (Fraktionsvorsitzende SPD und Klimabeauftragte), Freya Zobel (Vorsitzende Bund Naturschutz Kümmersbruck), Hans-Jürgen Bumes (Vorsitzender Bund Naturschutz Amberg), Hans-Jürgen Frey (Vorsitzender Solarförderverein Amberg); links: Andrea Meier (Gemeinderätin SPD).
von Externer BeitragProfil

Als weitere Sachverständige zum Thema Photovoltaikanlage in Köfering hatten sich die Vorsitzenden des örtlichen Bund Naturschutz, Hans-Jürgen Bumes, und Freya Zobel sowie der Vorsitzende des Solarfördervereins Amberg, Hans-Jürgen Frey, eingefunden. Die von allen Seiten begrüßte Initiative vierer Landwirte vor Ort, die den Boden zur Verfügung stellen wollten, habe nach den Worten der Fraktionsvorsitzenden Veronika Frenzel einige Gegner auf den Plan gerufen, die teils "nicht nachvollziehbare Bedenken" gegen den Bau ins Feld führen, heißt es in einer Presseinfo der SPD zum Ortstermin. So konnten sich die Anwesenden davon überzeugen, dass es "tatsächlich zu keiner echten ästhetischen Beeinträchtigung" komme, da sich die Anlage in einem weiten Abstand zur Wohnbebauung befinden werde. Die anwesenden Landwirte bezogen auch Stellung zu dem Vorwurf, es werde hier kostbare Fläche der Landwirtschaft entzogen. Die auf 20 Jahre terminierte Anlage werde ja aber Schafzucht ermöglichen, was auch eine landwirtschaftliche Nutzung sei, auch könne sich in dieser Zeit der Boden erholen, war zu hören. Weiterhin sei das Vorhaben auch aus Naturschutzgründen zu begrüßen, wie Bumes bestätigte, da sich hier wieder eine große Artenvielfalt entwickeln könne. Positiv sei außerdem nach der Feststellung von Gemeinderat Herbert Breitkopf, dass sich die Bürger der Gemeinde an der Investition und damit an der Wertschöpfung beteiligen können. Und auch die Gemeinde werde nach den Worten von Gemeinderätin Andrea Meier von den Gewerbesteuereinnahmen profitieren. Auch Frey vom Solarenergie-Förderverein plädierte für die Anlage, die etwa acht Millionen Kilowattstunden Solarstrom jährlich erzeugen soll, hieß es. Diese Strommenge entspräche dem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch von 2000 Haushalten. Um den Ertrag dieser Freiflächenanlage zu generieren, müssten auf 800 Hausdächern jeweils eine zehn Kilowatt-Peak-Anlage installiert werden. Das sei auf jeden Fall anzustreben, dauere aber lange in der Umsetzung, steht in dem Schreiben. Deshalb seien neben der PV-Nutzung bei Gebäuden auch Freiflächenanlagen wichtig, da sie schnell gebaut sind und sofort große Mengen an umweltfreundlichen Strom liefern. "Das brauchen wir für das Erreichen der Klimaziele, denn die Zeit drängt", so die SPD. Übereinstimmend war die Meinung, dass man hoffe, dass die Gegner dieser Anlage sich von den vernünftigen Argumenten für ihren Bau überzeugen lassen, heißt es in der Presseinfo abschließend.

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