09.09.2020 - 17:44 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Ziel in Kümmersbruck: Nach Skatepark auch ein Jugendtreff

Der Skatepark ist ein Ergebnis ihrer Arbeit: Über die informierte Helena Schubert jetzt den Gemeinderat Kümmersbruck. Über ein interkommunales Projekt ist sie dort, aber auch in Ensdorf und Rieden als Jugendpflegerin tätig.

Jugendpflegerin Helena Schubert gab im Kümmersbrucker Gemeinderat Einblick in ihre Arbeit.
von Heike Unger Kontakt Profil

Jugendpflegerin Helena Schubert ist seit Dezember über das Projekt Gemeinde-Jugendarbeit (GemJa) Vilstal in Kümmersbruck (25 Stunden), Ensdorf (7 Stunden) und Rieden (5 Stunden) aktiv. Ihr Dienstsitz ist das Bildungshaus Kloster Ensdorf der Salsianer Don Bosco. Von hier aus wird sie nach eigenen Worten stundenweise von der drei Gemeinden gebucht. Das Projekt hat im Dezember 2018 begonnen und ist auf drei Jahre angelegt. Diese Begrenzung begründet Schubert damit, dass die GemJa in der Region noch nicht etabliert sei, anders als im Raum Regensburg, wo inzwischen "fast jede Gemeinde schon zwei Jugendpfleger hat".

Stolz auf den Skatepark

Helena Schubert gab im Gemeinderat Einblick in ihre Aufgaben und Arbeitsbereiche als Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche, aber auch für Institutionen, die in diesem Bereich tätig sind. Der Begegnungsraum und der Skateraum in Kümmersbruck sind ein sichtbares Ergebnis ihrer Arbeit. "Wir sind weit gekommen, ich bin sehr stolz darauf", sagte sie. Zusammenarbeit nannte sie als Hauptanliegen ihrer Tätigkeit, sei es mit Jugend, Gemeinde, Vereinen und anderen Institutionen, die in diesem Bereich aktiv sind. Ein Sprachrohr sein für Kinder und Jugendliche, thematisieren, was sie brauchen und wollen, als Berater für Vereine & Co., Ansprechpartner für Eltern und Koordinator zwischen verschiedenen Stellen fungieren: Schubert betonte die Vielfalt ihrer Tätigkeit, die ihr viel Spaß mache.

Während Corona in den vergangenen Monaten vieles ausgebremst habe, sei es für sie eine Hochphase gewesen, betonte Schubert: "Es entstanden neue Herausforderungen", von der Weitergabe von Informationen bis zur Umgestaltung des Ferienprogramms. Über die beteiligten Projekt-Gemeinden habe man die gesamten sechs Ferienwochen mit Angeboten abdecken können. Dafür sorgte auch ein Bus-Shuttle, bei dem Schubert selbst als Fahrerin im Einsatz war, wie Bürgermeister Roland Strehl betonte, "das hat super funktioniert". Lob zollte er auch dem Projekt Skatepark: "Der wird bombastisch angenommen – es ist unglaublich, was da abgeht".

Erstmal für drei Jahre

Schubert hat ihre ersten beiden Dienstjahre als Jugendpflegerin genutzt, um Strukturen aufzubauen und Prozesse zu etablieren. Diese gelte es nun, zu verfestigen. "Ich kann noch nicht alle abholen", berichtete sie, deshalb wolle sie versuchen, die Eltern noch besser zu erreichen. Ein großes Ziel sei es, "zeitnah einen Jugendtreff zu eröffnen". Bürgermeister Strehl sieht in der Jugendpflege "keine andere Möglichkeit als dass wir in irgendeiner Art weitermachen". Wenn der Jugendtreff Wirklichkeit werde, müsse man sich auch über eine Erhöhung von Schuberts Stundenzahl Gedanken machen. Wenn man dann auch noch "zwei, besser drei Abende" mit Programm gestalten wolle, könne die Jugendpflegerin "das nicht alleine machen". Wie es nach Ablauf der dreijährigen Projektzeit weitergehe, wollte CSU-Fraktionsvorsitzende Renate Amrhein (CSU) wissen. "Das liegt dann an euch", spielte Bürgermeister Strehl den Ball zurück an den Gemeinderat.

Jugend-Hotspot in Kümmersbruck bleibt ein Thema

Kümmersbruck
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.