04.06.2020 - 11:05 Uhr
Oberpfalz

Lebenslanges Lernen

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Unsere Umwelt befindet sich in einem ständigen Wandel, erfordert Anpassungen und Neuorientierungen. Freuen Sie sich darüber, meint die OWZ-Glücksexpertin.

Bildung und Lernen ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens.
von Autor EWAProfil

"Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet", schreibt Richard David Precht in seinem Bestseller "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele". Seine Ansicht ist sicher nichts Neues, denn schon vor Jahrhunderten - und sogar Jahrtausenden - betonten Philosophen und Gelehrte immer wieder die Wichtigkeit des lebenslangen Lernens. "Du musst lernen, solange du nicht weißt, du musst lernen, solange du lebst", sagte zum Beispiel Lucius Annaeas Seneca, der um Christi Geburt lebte. Und Comenius, der wohl bekannteste frühe pädagogische Denker, meinte im 17. Jahrhundert: "Das ganze Leben ist eine Schule."

Nicht umsonst haben wir wohl alle schon einmal nach einer lehrreichen Erfahrung laut geseufzt und gesagt: "Man lernt nie aus." Und mit dieser Erkenntnis lagen wir tatsächlich gar nicht so falsch. Fest steht: Bildung und Lernen ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens - damals wie auch heute. Denn schließlich hört das Lernen nach der Schulzeit nicht auf. Unsere Umwelt befindet sich in einem ständigen Wandel, erfordert Anpassungen und Neuorientierungen. Nicht nur dann, wenn wir zum Beispiel umziehen oder einen neuen Job beginnen, sondern auch dann, wenn wir bleiben, wo wir sind. Denn es verändern sich nicht nur die Wege, wie wir miteinander kommunizieren oder unseren Alltag gestalten, sondern auch Technologien, Arbeitsabläufe und Geschwindigkeiten. Denken Sie zum Beispiel nur an Ihr altes Festnetztelefon. Während es vor einigen Jahrzehnten noch genügte, dass wir wussten, wie wir auf den Tasten die richtige Nummer eingeben, ist es für die meisten von uns heute selbstverständlich, mit dem Computer oder dem Smartphone ins Internet zu gehen und eine E-Mail zu verschicken.

Und das ist nur eins von unzähligen Beispielen. Manchmal geht es manchen von uns sogar schon fast ein bisschen zu schnell mit dem technischen Fortschritt und wir haben das Gefühl, dass wir gar nicht mehr mitkommen bei dem, was wir nun schon wieder alles lernen sollen. Doch verzweifeln Sie nicht, sondern freuen Sie sich lieber.

Denn verschiedene Studien belegen: Lernen macht nicht nur klüger, sondern auch zufriedener und glücklicher. "Wer begriffen hat, dass Lernen und Glück ganz eng in unserem Kopf zusammenhängen, der weiß, dass Glückserlebnisse ein Leben lang immer wieder möglich sind", erklärt der bekannte Neurowissenschaftler und Psychologe Manfred Spitzer. "Man findet Antworten auf die Frage nach dem Glück genau dort, wo viele sie am wenigsten vermuten würden: beim Lernen." Nehmen Sie sich also ruhig vor, jeden Tag eine neue Erfahrung zu machen oder etwas dazuzulernen. Dann werden Sie sich ganz sicher ganz schnell nicht nur ein bisserl gescheiter, sondern auch sehr viel glücklicher fühlen. (ewa)

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

Die Glücksexpertin über die wirklich wichtigen Dinge im Leben:

Oberpfalz
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.