Kastls Bürgermeister Stefan Braun feiert 50. Geburtstag

Eine Reise nach Afrika samt Safari, ein E-Bike und weiter begeistert heim- und handwerken: Kastls Bürgermeister Stefan Braun, der am Freitag, 22. Oktober, 50. Geburtstag feiert, hat sich auch außerhalb der Politik noch viel vorgenommen.

Kastls Bürgermeister Stefan Braun (im Bild bei einer Sitzung des Kreistags) feiert seinen 50. Geburtstag, wegen Corona allerdings in einem kleineren Rahmen als ursprünglich geplant.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Wäre dieses Virus nicht in der Welt, hätte Stefan Braun, der seit 2002 Bürgermeister des Marktes Kastl ist, viele Jahre CSU-Fraktionschef im Kreistag war und jetzt stellvertretender Landrat ist, einen Empfang mit den Vereinen anlässlich seines 50. Geburtstags gegeben. Doch wegen Corona fällt dieser flach. Stattdessen wird er bis gegen 14 Uhr im Rathaus sein. Braun schätzt, dass da der eine oder andere Gratulant vorbei kommen wird. Danach wird er nach Hause fahren und abends im Familienkreis feiern. Für Rathaus-Mitarbeiter und Gemeinderäte will Braun später eine kleine Nachfeier abhalten.

Stefan Braun ist ein gebürtiger Kastler, kam im damaligen Kreiskrankenhaus zur Welt. Aufgewachsen ist er in Utzenhofen. In seinem Elternhaus lebt er heute noch – als Mehrgenerationen-Familie: mit seiner Frau und den vier Kindern sowie seinen Eltern. 1988 begann Stefan Braun eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im Kastler Rathaus, die Arbeit seines Chefs Hans Raab bekam er hautnah mit. "Ich saß nur einen Stuhl weiter, uns hat nur eine Wand getrennt", erinnert sich Braun, der aus einer politisch interessierten Familie kommt. Sein Vater war 24 Jahre im Gemeinderat, 17 Jahre davon als 2. Bürgermeister.

Als der damalige Bürgermeister Hans Raab in den Ruhestand ging und an Braun den Wunsch heran trug, zu kandidieren, erbat sich der 29-Jährige erst Bedenkzeit, sagte dann aber zu. Seit 2002 ist er nun Bürgermeister. Bereut hat er es bislang nicht – "keine Minute", wie er selbst sagt. "Ich mache es gerne, es ist ein schöner Beruf", bekennt er. An der Kommunalpolitik gefällt ihm besonders deren Unmittelbarkeit und der direkte Kontakt mit Menschen. "Egal, ob positiv oder negativ, man bekommt sofort eine Rückmeldung auf Entscheidungen." Ergänzend ist Braun auch in der Kreispolitik aktiv, war viele Jahre Fraktionsvorsitzender der CSU im Kreistag, seit 2020 ist er stellvertretender Landrat. "Das alles ist zwar zeitlich stressig, macht aber auch Spaß und Freude."

Nicht nur auf der politischen Bühne tritt Braun auf, vielfach war er auch bei den weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannten Schweppermannspiele in Kastl zu sehen: 1998 und 2003 als Schweppermann-Sohn Otto, 2013 als Abt Hermann. Braun hat nach Amtsantritt einen zerstrittenen Gemeinderat befriedet ("Ich bin ein Mensch, der harmoniebedürftig ist"), legt Wert darauf, dass im Gremium eine gute Stimmung herrsche, alle umfassend informiert würden und dass offen diskutiert werde. Als seinen bislang größten Erfolg nennt er die Ansiedlung der Polizeifachhochschule in der Kastler Klosterburg.

Privat steht bei Stefan Braun die Familie an erster Stelle. "Sie ist mein Rückzugsort, ich bin ein extremer Familienmensch", sagt er. Der Kommunalpolitiker interessiert sich sehr für Fußball, ist Fan von Bayern München, kickte selbst bei der DJK Utzenhofen, trainierte über zehn Jahre Jugendmannschaften. Ansonsten fährt er gerne Fahrrad und auch Motorrad und ist ein passionierter Heim- und Handwerker. Einen Lebenstraum möchte er sich noch erfüllen: eine Reise nach Afrika inclusive Safari. Doch ganz weit vorne auf der Prioritätenliste steht für den Vater von vier Kindern im Alter von 15, 16, 19 und 21 Jahren die Anschaffung eines E-Bikes. Nämlich, um das Ungleichgewicht, das derzeit im Hause Braun herrscht, weil seine Frau schon eines besitzt und ihm bei gemeinsamen Touren davondüst, abzustellen.

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