Ungemein freute sich Kastls Jugendbeauftragter Jürgen Rubenbauer schon allein über die Resonanz bei der ersten digitalen Jugend-Umfrage im Markt: Fast der Hälfte der digitalen Umfragebögen wurden ausgefüllt. 250 Teilnehmer, Jugendliche und junge Erwachsene der Jahrgänge 1998 bis 2009, waren dabei. In der jüngsten Marktratssitzung stellte Rubenbauer die Ergebnisse vor.
Die Antworten ergaben, dass sich die Jugendlichen in ihren Wohnorten dahoam „sauwohl“ fühlen. Erfreut war Rubenbauer auch darüber, dass er neugierigen Zuspruch auch aus anderen Gemeinden und Landkreisen erhalten hat. Die Umfrage drehte sich unter anderem um die Freizeitmöglichkeiten: Diese wurden laut Rubenbauer als zufriedenstellend bewertet, es seien aber auch Verbesserungen gewünscht worden. An erster Stelle in der Freizeit stehe bei der Jugend, sich mit Freunden zu treffen – zu Hause, am Sportplatz, in Heimen oder Buden, Hütten oder Gasthäusern. An zweiter Stelle folgt der Sport – am Sportplatz, alleine oder im Freibad, noch vor der digitalen Kommunikation mit Handy, PC-/Internet, Musik hören, Fernsehen.
Mädchenfußball fehlt
Die Jugendlichen sind laut Rubenbauer Mitglieder in Sportvereinen, Kirwa-Vereinen und in den Feuerwehren. Sie gelangen zu Fuß, mit dem Fahrrad, Moped und dem Auto zu Veranstaltungen oder werden gefahren: Das waren die Auskünfte zum Thema Mobilität. In der Gemeinde fühlen sich Jugendliche "durchschnittlich vertreten". Ihre Meinung wollen sie bei der Infrastruktur, der Freizeitgestaltung und im Vereinsleben einbringen. Die Umfrage fand bei Mädchen und Jungen fast gleich große Resonanz. So wurde auch der Wunsch nach Mädchenfußball formuliert. Ebenso wollen die Jugendlichen eine bessere Zusammenarbeit zwischen den beiden Sportvereinen TuS Kastl und DJK Utzenhofen in der Zukunft.
Weitere Anliegen sind eine bessere Mobilfunkverbindung im Utzenhofener Tal und eine bessere Nahverkehrsanbindung. An erster Stelle stehen aber folgende Wünsche: Eine Mountainbike-Strecke in zentraler Lage, ein Outdoor- Fitnesspark mit modernen, zweckmäßigen Geräten und eventuell ein Skaterpark. Andere Angebote wie ein Beachvolleyball-Platz sind bereits vorhanden.
Jugend-Anliegen ernst nehmen
Jürgen Rubenbauer plädierte dafür, gerade die Haupt-Anliegen der Jugendlichen in der Gemeinde zu realisieren, damit diese sehen, dass man ihre Anliegen ernst nimmt. Er will eine Internetseite für die Jugend einrichten und damit auch die Möglichkeit schaffen, dass sie sich weiterhin digital und anonym mit ihren Anliegen an den Jugendbeauftragten wenden können. So eine digitale Umfrage könnte auch als Muster für Kinder, Eltern und Vereinen verwendet werden, meinte der Jugendbeauftragte.
Bürgermeister Stefan Braun dankte Rubenbauer für sein Engagement. Er meinte, dass man dem Tatendrang der Jugendlichen Respekt zollen sollte. Braun erläuterte, dass er schon mit verschiedenen Stellen, deren Zustimmung für die Realisierung der Hauptwünsche nötig ist, Kontakt aufgenommen habe. Es sehe gar nicht so schlecht aus, manches Umfrageergebnis auch wirklich in die Tat umsetzen zu können.















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