Wasserproben ohne Befund: Fischsterben bleibt mysteriös

Drei Wochen nachdem bei einem Fischzuchtbetrieb an der Lauterach massenweise Forellen verendet sind, ist die Ursache des Fischsterbens immer noch unklar. Laut Polizei seien die entnommenen Gewässerproben unauffällig gewesen.

Mit einer Laderschaufel wurden die toten Tiere im September abtransportiert.
von Uli Piehler Kontakt Profil

"Es gibt derzeit keine fassbare Ursache für das Fischsterben", erklärte Erster Polizeihauptkommissar Hans-Peter Klinger auf Nachfrage. Daniela Schikora vom zuständigen Wasserwirtschaftsamt Weiden wies aber darauf hin, dass noch einige Untersuchungsergebnisse ausstehen. Insbesondere würden auch noch Gewebeproben von den toten Fischen analysiert. "Die Daten sind noch nicht alle da."

Am 25. September war in einem Fischzuchtbetrieb beim Weiler Lauterach (Kreis Amberg-Sulzbach) ein massenhaftes Sterben von Forellen festgestellt worden. 30 Tonnen toter Fisch mussten entsorgt werden. Die Polizei bezifferte den Schaden damals auf mindestens 100.000 Euro.

Tote Fische in der Lauterach

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz erklärte, prüfe die Polizei, ob es einen Zusammenhang zwischen ähnlichen Fällen in der Region gibt. Eine Woche nach dem Fischsterben in der Lauterach wurde in einem kleineren Forellenteich bei Langenthal (Kreis Neumarkt) ein Großteil der besetzten Lachsforellen verendet aufgefunden. Der Schaden betrug hier 3000 Euro. Auch hier waren zunächst keine Einleitungen in das Wasser feststellbar. Weitere Fälle aus dem Bereich Deining und Berching im Kreis Neumarkt seien ebenfalls gemeldet worden. Und auch in Falkenberg (Kreis Tirschenreuth) mussten die Ermittler aktiv werden.

Laut Daniela Schikora vom Wasserwirtschaftsamt betrachte ihre Behörde die verschiedenen Fälle in einem Gesamtzusammenhang. Das Wasserwirtschaftsamt stehe in Kontakt mit der Polizei.

Weiterer Fall im Kreis Tirschenreuth

Falkenberg
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